Rohstoffe

urgewald1Berlin. - Auf der Suche nach neuen Gasquellen droht die Europäische Union (EU) ihre Menschenrechtsstandards zu unterlaufen. Das ist das Ergebnis der Studie "Pipe dreams" die das CEE Bankwatch-Netzwerk am Mittwoch gemeinsam mit urgewald veröffentlicht hat. Aserbaidschan soll künftig das Gas für die neue Mega-Pipeline Southern Gas Corridor liefern, die vom Kaspischen Meer bis nach Italien verlaufen soll. Mit dem Vorhaben würde die EU, laut urgewald und Bankwatch das autoritäre Alijew-Regime fördern.

inkotaBerlin. - Gemeinsam mit 16 Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung hat INKOTA Ende November ein Positionspapier zum Handel mit Konfliktmineralien unterzeichnet. Anlass für die Stellungnahme ist ein derzeit auf EU-Ebene diskutierter Gesetzesentwurf, der den Handel mit Konfliktmineralien eindämmen soll, in seiner aktuellen Fassung allerdings, so die Nichtregierungsorganisationen, viele Schwächen aufweist und damit sein Ziel weit zu verfehlen droht.

altZwischen der Europäischen Union und Kamerun tritt ein sogenanntes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA) in Kraft. Wie die EU mitteilt, sieht dieses „Interim-EPA“ für Exporte aus Kamerun zoll- und kontingentfreien Zugang zum EU-Markt vor. Im Gegenzug werde Kamerun seinen Markt bis 2023 für europäische Exporte öffnen. Eine Reihe von Produkten seien jedoch von dieser Marktöffnung ausgenommen, um den Schutz von Agrar- und Handelsmärkten zu gewährleisten, die Kamerun als sensibel erachtet. Darüber hinaus enthalte das Interim-EPA Bestimmungen zu handelspolitischen Schutzinstrumenten, zur Beilegung von Streitigkeiten und zur Entwicklungszusammenarbeit.

giga-logo 0Hamburg. - Bei dem Kauf oder der Pachtung von großen Anbauflächen in Entwicklungs- und Schwellenländern spielt die Biokraftstoffproduktion eine große Rolle. Rund 23 Prozent des bislang bekannten Landerwerbs mit Beteiligung internationaler Investoren zielten auf den Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Biokraftstoffen ab. Das hat eine Untersuchung von Wissenschaftlern des German Institute of Global and Area Studies (GIGA) ergeben, die am Dienstag in Hamburg veröffentlicht wurde.

make chocolate fairBerlin. - Anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni hat die Kampagne "Make Chocolate Fair!", der auch das INKOTA-netzwerk angehört, die Schokoladenindustrie aufgefordert, endlich faire Preise für Kakao zu zahlen und damit einen effektiven Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarbeit zu leisten. Noch immer müssten hunderttausende Kinder auf Kakaoplantagen schuften. Denn die Preise für Kakao seien so niedrig, dass die Kakaobauern ihre Familien allein nicht ernähren könnten. Rund 36.000 Menschen haben bislang die Forderungen der Kampagne "Make Chocolate Fair!" unterzeichnet.

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