Rohstoffe

texacoBerlin. - Ein US-Bezirksrichter hat dem Ölmulti Chevron im Prozess gegen ecuadorianische Kläger Recht gegeben und eine Klage über eine Entschädigung für die Ölverschmutzung des Regenwaldes im Amazonas abgewiesen. Bei der Prozess geht es um 9,5 Milliarden US-Dollar. Richter Lewis Kaplan befand, Chevrons Behauptung treffe zu, dass die Kläger und ihre Rechtsanwälte das entsprechende Urteil eines ecuadorianischen Gerichts unzulässig beeinflusst hätten.

misereorAachen. - Am 5. März will EU-Handelskommissar Karel de Gucht den Entwurf einer Initiative veröffentlichen, der zur Eindämmung des Handels mit Konfliktmineralien beitragen soll. Hintergrund sind die langjährigen gewaltsamen Konflikte im Osten der Demokratischen Republik Kongo und der Zusammenhang mit den dortigen Bodenschätzen. Im Kongo trägt der illegale Abbau und Handel beispielsweise von Gold, Zinn oder Tantal zur Finanzierung des Bürgerkrieges bei. Die EU werde strenge Regularien aber scheuen, fürchtet das katholische Hilfswerk Misereor.

bayernlbBerlin. - Die BayernLB und ihre Tochtergesellschaften haben beschlossen, vollständig aus dem Geschäft mit Rohstofffonds auszusteigen, mit denen auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen spekuliert werden kann. Oxfam und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung hatten die Bank wiederholt aufgefordert, die Wetten auf Nahrungsmittelpreise gänzlich einzustellen; auch dort, wo die Bank lediglich als Verwaltungsgesellschaft auftritt.

evb Zürich. - Die der Erklärung von Bern (EvB) hat einen neuen Report veröffentlicht, in dem die "dunklen Geschäfte" Schweizer Rohstoffhändler in Nigeria angeprangert werden. "Durch riesige Ölexporte weit unter Marktpreis und systematischen Subventionsbetrug beim Import raffinierter Erdölprodukte entgehen Nigeria jährlich Milliardenbeträge", kritisierte die EvB am Montag in Zürich.

tschad lage 150Berlin. - Nach zehn Jahren Erdölförderung im Tschad haben deutsche Nichtregierungs-Organisationen am Montag in Berlin eine "ernüchternde Bilanz" gezogen. "Wenn es keine demokratische Kontrolle gibt, werden alle Versprechen, dass die Erlöse auch den Ärmsten zugutekommen, gebrochen", so das Fazit von Uta Bracken, Referatsleiterin West- und Zentralafrika bei Brot für die Welt.

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