Friedrichsdorf. - Mehr als 260.000 Todesopfer, darunter 133.000 Kinder, forderte die große Hungersnot in Somalia, die vor 10 Jahren ausgerufen wurde. Humanitäre Hilfe kam damals für viele Menschen und besonders für viele Kinder unter 5 Jahren zu spät. Die internationale Gemeinschaft sagte: "nie wieder", aber jetzt steht die Welt vor einer globalen Hungerkrise, die das Leben von über 41 Millionen Menschen in mehr als 40 Ländern akut bedroht. Ohne eine sofortige und dringende internationale Reaktion könnten Zehntausende von Kindern sterben, warnt die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision.
Berlin. - In Afrika sind die Todesfälle wegen COVID-19-Erkrankungen innerhalb einer Woche um 43 Prozent gestiegen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erklärte, die Entwicklung der Corona-Todeszahlen in Afrika sei dramatisch und müsse uns aufrütteln. Viele Krankenhäuser seien an ihrer Belastungsgrenze. "Das alles zeigt: Die Pandemie ist grausam, und sie ist erst dann vorbei, wenn sie weltweit beendet ist."
Berlin. - Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur CO2-Bepreisung sind ein Schritt in die richtige Richtung und die deutliche Reduktion der verfügbaren Zertifikate macht den Emissionshandel prinzipiell fit für das 55-Prozent-Ziel, urteilt die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Der Start des chinesischen Emissionshandels am Freitag unterstreiche die Signalwirkung, die die europäischen Klimaschutzanstrengungen auch jenseits der EU haben. Doch im Klimapaket sieht Germanwatch noch erhebliche Probleme.
Berlin. - Friedensnobelpreisträger Professor Mohammad Yunus und 65 führende zivilgesellschaftliche Organisationen der People's Vaccine Alliance fordern anlässlich Bundeskanzlerin Angela Merkels Treffen mit US-Präsident Joe Biden am Donnerstag die deutsche Bundesregierung auf, die Patente auf COVID-19-Impfstoffe auszusetzen. Die gesamte Woche über finden Protestaktionen in Deutschland und den USA statt, um den Druck auf Merkel zu erhöhen, sich der Biden-Administration anzuschließen und einen Verzicht auf Patente bei der Welthandelsorganisation (WTO) zu unterstützen.
Berlin. - Das Lenkungsgremium der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) hat den Kandidaten für den Posten des Generaldirektors nominiert. Die Wahl fiel auf den von der Bundesregierung nominierten und von der EU und den 27 Mitgliedsstaaten unterstützten Kandidaten, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Damit wurde zum ersten Mal ein Kandidat aus Deutschland und einem Industrieland für diesen Posten vorgeschlagen. Der neue Generaldirektor wird Ende November von der Vollversammlung aller Mitgliedstaaten offiziell bestellt.
Berlin. - Das für Mittwoch erwartete große Legislativpaket "Fit for 55" der Europäischen Kommission ist aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch der Lackmustest für die Ernsthaftigkeit, mit der die EU ihren Weg zur Klimaneutralität gehen will. "Es kommt jetzt darauf an, die neuen Klimaziele auf jeden Fall sicher zu erreichen oder gar zu übertreffen", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.