suedwind 100Bonn. - In den Diskussionen über die Zukunft von Entwicklungspolitik bekommen neue Formen der Zusammenarbeit und neue Möglichkeiten der Entwicklungsfinanzierung zunehmend Aufwind. Zu dem von Engagement Global und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen finanzierten Projekt „Die Rolle der BRICS und des Privatsektors am Beispiel Investitionen“ hat SÜDWIND daher am Donnerstag zwei Fact-Sheets veröffentlicht, die zum einen verschiedene Geber und zum anderen neue Ansätze, privates Kapital entwicklungsfördernd einzusetzen, analysieren.

Im Fact-Sheet "Kapital für nachhaltige Entwicklung – Möglichkeiten für Investoren" wird laut Südwind deutlich, dass auch jenseits von bereits bekannten Mikrofinanzanlagen Finanzdienstleister zunehmend Anlagemöglichkeiten anbieten, die einen Beitrag zur Entwicklung leisten können. Was verbirgt sich beispielsweise hinter Schlagworten wie „Impact Investment“, „Green Bonds“ und „Finanzielle Inklusion“?

Antje Schneeweiß, Autorin des Fact-Sheets, dazu: !"rojekte in Entwicklungsländern werden bisher in hohem Maße über die öffentliche Entwicklungshilfe finanziert. Neuartige Anlagemodelle tragen bisher nur in geringem Maße zur Entwicklungsfinanzierung bei - verzeichnen jedoch ein rasantes Wachstum." Daher sei es von besonderem Interesse, Chancen und Risiken für die Armutsbekämpfung durch solche Investitionen zu untersuchen.

Wie im Fact-Sheet "Neue Akteure für eine neue Entwicklungsagenda" dargestellt, spielen die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) heute eine immer größere Rolle in der Weltwirtschaft. Noch nie war der Austausch von Waren, Dienstleistungen und Investitionen unter den Entwicklungs- und Schwellenländern so intensiv wie heute. Die neuen internationalen Machtverhältnisse durch die Stärkung der BRICS stellen die Instrumente der traditionellen Entwicklungszusammenarbeit von OECD-Ländern in Frage. Welche Potenziale bietet die Zusammenarbeit für eine Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit weltweit? Und welche Bedeutung hat sie für eine neue entwicklungspolitische Agenda nach den Millenniumsentwicklungszielen, die 2015 auslaufen?

"Die Rolle der BRICS in den Debatten um eine Post-2015-Agenda ist keinesfalls eindeutig. Eine zukünftige Entwicklungsagenda wird von der Bereitschaft der BRICS abhängen, globale Verantwortung zu übernehmen," so Pedro Morazán, Autor des Fact-Sheets.

Quelle: suedwind-institut.de/

 


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