Köln. - "Eine Geschichte, in der du nicht vorkommst" wird von einem Team von jungen Filmmachenden erzählt. Sie rufen zu Verständnis und Willkommen auf. Der Film ASYLAND zeigt die Asylproblematik aus der Perspektive der Geflüchteten und hat am Sonntag in Köln Premiere gefeiert. Eine Deutschlandtour ist geplant. 

Der Film wurde per Crowdfunding finanziert. Neben Geflüchteten unterstützten auch Schauspieler wie Kida Ramadan, Aykut Kayacik, Kabarettist Fatih Cevikkollu sowie der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Veit den Film mit sehr persönlichen Gedanken und Erfahrungen.

"Eine bewegende Dokumentation", findet Volker Beck, MdB. Der Innenpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen sprach sich dafür aus, mit Vorführungen an Schulen noch mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren. “Dieser Film hilft, die Perspektive zu wechseln, die Menschen, die zu uns geflohen sind, zu verstehen und mit ihren Augen unser Land zu sehen!"

Cagdas Yüksel (21), Initiator des Films ist begeistert von der Unterstützung. "Über 250 Gäste kamen zur Premiere. 138 Menschen haben den Film per Crowdfunding möglich gemacht. Und die Gäste haben gezeigt, wo Engagement konkret hilft!"

Nach einer erfolgreichen Premiere arbeitet das Filmteam an einer Deutschlandtour, um auf lokaler Ebene Initiativen, Interessierte und Engagierte zu vernetzen. Fatih Cevikkollu, Kabarettist und Schauspieler: "Ich bin dabei, weil wir viel zu wenig darüber wissen und dieser Film ist eine Möglichkeit, Licht ins Dunkle zu bringen."

Auf dem Podium diskutierten Volker Beck (MdB) Katja Vollbach (Amnesty International), Birgit Naujoks (Flüchtlingsrat NRW), Helke Ellersiek (taz), Gian Aldonani (Geflüchtete) und Cagdas Yüksel (ASYLAND) über Probleme und Ziele von Flüchtlingspolitik in Deutschland. Standards von Flüchtlingsunterkünften, aber auch die Haltung jedes Einzelnen wurden angesprochen: "Manchmal reicht ein Lächeln. Geht offen auf die Leute zu, sucht sie auf", meinte Gian Aldonani, die mit 10 Jahren aus dem Irak nach Deutschland kam. "Deutschkurse werden immer gebraucht. Das ist überhaupt nichts Neues. Und da kann jeder helfen, Vokabeln und erste Sätze vermitteln. Die Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen sind unglaublich dankbar!", so Volker Beck.

Unterstützt wurde das Projekt u.a. von der Jugendpresse Deutschland e.V. sowie dem Allerweltskino e.V. 

=> Informationen und Termine für Filmaufführungen

Quelle: jugendpresse.de 


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