oneBerlin. - Frauen sind überproportional stark von extremer Armut betroffen. Um Armut und Hunger den Kampf anzusagen, müssen Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern gestärkt werden. Die Lobby-Organisation ONE ruft Bundeskanzlerin Angela Merkel und alle Teilnehmerinnen des am Mittwoch beginnenden G7-Dialogforums mit Frauen im Bundeskanzleramt dazu auf, die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDG) öffentlich bekannt zu machen sowie ihre Umsetzung zu überprüfen.

Die neuen Globalen Ziele werden Ende kommender Woche beschlossen und gelten bis zum Jahr 2030. An erster Stelle steht die Beendigung von Hunger und Armut auf der Welt, doch die 17 Globalen Ziele enthalten auch eine Vielzahl von Unterzielen, die sich mit der Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen beschäftigen.

Die Teilnehmerinnen des Dialogforums sollten in ihren jeweiligen Bereichen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dazu beitragen, Öffentlichkeit und Bewusstsein für die Globalen Ziele zu schaffen, so ONE. Denn ob die Globalen Ziele erreicht werden, hänge besonders von ihrer Bekanntheit und dem öffentlichen Druck auf Regierungen ab, diese zu erreichen.

Um die Fortschritte bei der Umsetzung der Globalen Ziele besser nachvollziehbar zu machen, fordert ONE die Staats- und Regierungschefs weltweit auf, sogenannte Score Cards einzuführen. Das sind Berichtsbögen, die anhand verschiedener Indikatoren übersichtlich (etwa durch ein Ampelsystem) aufzeigen, welche Fortschritte es bei den verschiedenen Globalen Zielen gegeben hat und wo noch mehr Anstrengungen nötig sind.

"Ich begrüße sehr, dass die G7 unter deutscher Präsidentschaft die Stärkung von Frauen auf die Agenda gesetzt hat", sagte Tobias Kahler, Deutschlanddirektor von ONE. "Wir können Armut und Hunger nicht beenden, wenn wir die Hälfte der Weltbevölkerung außer Acht lassen. Armut ist sexistisch. Frauen sind überproportional stark von Armut betroffen. Wir brauchen starke Stimmen, die öffentlich eine schnelle Umsetzung derjenigen Globalen Ziele einfordern, welche einen Schwerpunkt auf die Stärkung von Frauen und Mädchen legen, und die öffentlich kritisieren, wenn es bei der Umsetzung hapert."

Kahler betonte, um Armut und Hunger den Kampf anzusagen, müssten Frauen und Mädchen gestärkt werden. "Nur, wenn sie ihr volles Potential entfalten können, haben wir eine Chance, die Globalen Ziele zu erreichen. Ein Beispiel: Bekämen Frauen den gleichen Zugang zu Saatgut, Geräten und Land wie Männer, müssten bis zu 150 Millionen Menschen weniger hungern."

Quelle: www.one.org 


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