klimagipfel paris cop21 300Paris. - Klimaschutz-Aktivisten wollen den Klimagipfel in Paris im Dezember mit massiven Protesten begleiten. Neben Online-Unterschriftenaktionen und Demonstrationen sind auch Aktionen des zivilen Ungehorsams geplant. Organisiert werden die Proteste von verschiedenen Basisgruppen und Aktivisten-Netzwerken, darunter 350.org, die Coalition Climate 21 und Attac.  

Zum Klimagipfel der Vereinten Nationen in Paris (30. November bis 11. Dezember) werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs in der französischen Hauptstadt erwartet. Unmittelbar vor Beginn der Konferenz, am 28. und 29. November, wollen die Aktivisten weltweite Klima-Demonstrationen veranstalten und zu einem "gigantischen Demonstrationszug durch die Straßen von Paris" aufrufen. Ihr Anliegen: "Wir müssen aufhören, fossile Brennstoffe zu fördern und zu verbrennen. Stattdessen müssen wir, wo immer möglich, erneuerbare Energien ausbauen und Sorge tragen, dass die am schlimmsten vom Klimawandel betroffenen Regionen über die nötigen Ressourcen verfügen um der Krise zu begegnen." 

Die Aktivisten von 350.org nennen ihre Protestbewegung den "Weg durch Paris": "Wir wollen unsere Bewegung vergrößern und die Staatsoberhäupter für die erforderlichen Maßnahmen zur Verantwortung zu ziehen. Wir nennen die Aktion den Weg durch Paris, nicht den Weg nach Paris, weil unsere Aufgabe im Dezember nicht abgeschlossen sein wird. Wie auch immer das Gipfeltreffen ausgehen mag."

Am darauffolgenden Wochenende (5./6. Dezember) soll in Montreuil östlich von Paris der People's Climate Summit stattfinden. Die französische und internationale Zivilgesellschaft will für den alternativen Klimagipfel Hunderte Debatten, Workshops und Präsentationen organisieren. Auf einem Klima-Forum sollen Ideen ausgetauscht und konkrete Aktionen für die weiteren Proteste besprochen werden. Ein "Global Village of Alternatives" soll den Teilnehmern klima- und umweltfreundliche Lösungen für das Wohnen, die Energieversorgung, die Ernährung oder den Transport vorstellen.

Ein Arbeiterbezirk nördlich von Paris, CENTQUATRE, wird in der letzten Konferenzwoche vom 7. bis 11. Dezember zum Schauplatz der "Climate Action Zone", wo täglich Informationen über den Stand der Klimaverhandlungen diskutiert und Demonstrationen, Künstler-Happenings und andere Protestaktionen vorbereitet werden sollen.

Dazu gehören beispielsweise Blockaden von Straßen und Infrastruktur, falls die offiziellen Klimagipfel-Teilnehmer sogenannte "rote Linien" überschreiten. Als "rote Linien" betrachten die Aktivisten ihre Mindestanforderungen an die Gipfelergebnisse - etwa die notwendige Verringerung von CO2-Emissionen oder die Finanzhilfen für Entwicklungsländer zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Für den 12. Dezember wollen die Aktivisten "die Massen mobilisieren" und in Paris die "größte Aktion zivilen Ungehorsams zum Klimawandel in Europa" organisieren. 

Doch damit sollen die Aktionen nicht beendet sein. Im April 2016 wollen die Aktivisten von 350.org, der Coalition Climate 21, Attac und anderer Grassroot-Gruppen ihre Proteste erneut aufnehmen, falls der Klimagipfel in Paris keine ausreichenden Ergebnisse liefert.

=> UN-Klimagipfel in Paris (frz.)

Quellen: www.350.org | www.coalitionclimat21.org 


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