unicef neu 150Köln. -  Der Dialog zwischen großer Politik und Kindern markiert den Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November. Zum sechsten Mal haben UNICEF Deutschland und der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung bundesweit Schulen zum Mitmachen aufgerufen. Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete besuchen deutsche Schulen, um mit den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern über ihre Rechte zu sprechen.

Unter dem Motto "Ich hab immer Rechte" haben Kinder am Aktionstag für Kinderrechte Gelegenheit, ihre Sicht auf die Kinderrechte zu zeigen, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern. Der Aktionstag gibt Kindern die Chance, Politiker hautnah mit ihren Ideen, Meinungen und Sorgen zu konfrontieren.

Insgesamt finden in diesem Jahr um den 20. November an rund 300 Grund- und weiterführenden Schulen bundesweit Aktionen statt: Gesprächs- und Fragerunden, Podiumsdiskussionen, Fotoprojekte, Konzerte, Ausstellungen. Bei mehr als 100 Aktionstagen suchen Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag den Austausch mit Schülerinnen und Schülern.

"Die Rechte von Kindern werden leider immer noch häufig übersehen - auch bei politischen Debatten und Entscheidungsprozessen", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. "Umso mehr sind wir dankbar, dass in diesem Jahr so viele Politiker die Bereitschaft zeigen, sich vor Ort mit Kindern und ihren Rechten zu beschäftigen und so auch ein Stück Distanz zwischen der großen Politik und den jüngsten Bürgern abzubauen."

MENSCHENRECHTSBEAUFTRAGTER DER BUDNESREGIERUNG ZU GAST IN MÜNSTER

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Christoph Strässer besucht die Paul-Gerhardt-Grundschule in seinem Wahlkreis in Münster. Dort spricht er mit rund 50 Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse über die Umsetzung der Kinderrechte in der Schule und der Umgebung, in Deutschland und weltweit.

Angesichts der prekären Lage vieler Flüchtlinge stehen auch Fragen rund um die Rechte von Flüchtlingskindern auf der Agenda: Wie geht es den Kindern und ihren Familien auf der Flucht, und was kann man tun, um ihre Situation zu verbessern? Unter dem Stichwort #makeyourwishunicef formulieren die Mädchen und Jungen gute Wünsche für Gleichaltrige auf der Flucht und präsentieren diese auf Plakaten.

"Kinder hier in Deutschland machen sich viele Gedanken darüber, wie es anderen Kindern auf der Welt geht - das finde ich sehr ermutigend", sagte Christoph Strässer. "Ich freue mich, wenn ich die jüngsten Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen kann, sich zu engagieren. Wir tun gut daran, die Stimmen von Kindern zu hören und ernst zu nehmen, denn sie werden unsere Gesellschaft in einigen Jahren prägen."

Zur Vorbereitung der Aktionen hatte UNICEF den Schulen bundesweit kostenlos Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. So konnten die Schülerinnen und Schüler bereits im Vorfeld herausfinden, welche Kinderrechte für sie wichtig sind, wo sie verletzt werden und wo sie Handlungsbedarf sehen.

Auch in diesem Jahr können Schülerinnen und Schüler ihre Projekte und Ideen zur Stärkung der Kinderrechte wieder vorstellen – online auf www.aktionstag-kinderrechte.de. Hier können sie Aktionen ausführlich beschreiben, Forderungen formulieren und Statements teilen, um so eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und sich mit anderen Kindern auszutauschen.

Quelle: unicef.de


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