amerika 21Buenos Aires. - Tausende Menschen sind in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires auf die Straße gegangen, um die entlassenen Angestellten des Getränke- und Lebensmittelkonzerns PepsiCo zu unterstützen. Zugleich protestierten sie gegen Polizeiübergriffe bei der Räumung eines besetzten Werks des US-amerikanischen Konzerns, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Donnerstag.

Neben der Forderung nach Wiedereröffnung des geschlossenen Betriebes wurde der Ruf nach einem Generalstreik gegen weitere Entlassungen und die neoliberale, repressive Politik der Regierung von Präsident Mauricio Macri laut. Die Protestierenden kritisierten zudem die "Bürokraten des Gewerkschaftsverbandes" CGT: Dessen Vertreter für die Angestellten der Nahrungsmittelindustrie habe gegen den Willen der Mehrheit der Arbeiterinnen und Arbeiter mit dem US-Multi und der Regierung verhandelt.

Zur Demonstration aufgerufen hatten Gewerkschaften, soziale und politische Organisationen.Angestellte von PepsiCo im argentinischen Vicente López, die sich gegen die Schließung ihres Werks wehrten, waren vergangene Woche von der Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen worden. Ein Arbeitsgericht hat die Massenentlassungen mittlerweile für illegal erklärt. Den rund 600 Angestellten der auf die Produktion von Snacks spezialisierten Fabrik, in der Mehrzahl Frauen, war am 20. Juni der Zutritt zu ihrem Arbeitsplatz verwehrt worden, schreibt amerika21. Ein Schild am Eingangstor informierte sie über ihre Entlassung aufgrund der Schließung des Werks. Als das Unternehmen damit beginnen wollte, Maschinen abzutransportieren, besetzten etwa 100 Beschäftigte das Fabrikareal und hielten Mahnwachen und Protestaktionen ab.

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Quelle: amerika21.de/


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