WZBerlin (epo). - "Entwicklungszusammenarbeit kann nur erfolgreich sein, wenn die Gleichstellung der Geschlechter verwirklicht wird." Daran hat Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8.März erinnert. Die Gleichberechtigung der Geschlechter sei nicht nur eines der Millenniumsziele der Vereinten Nationen, sondern besitze auch höchste Priorität in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, sagte die Ministerin.

"Ohne Gleichberechtigung von Frauen ist Entwicklung nicht möglich, darum haben wir dieses zentrale Ziel unserer Arbeit  nicht zu letzt auch in den Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU aufgenommen", so Wieczorek-Zeul.  "So engagieren wir uns in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zum Beispiel in sieben afrikanischen Staaten (Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Guinea, Mali, Kenia und Senegal) erfolgreich gegen Genitalverstümmlung. Dabei arbeiten wir eng mit zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammen."

Erfolge zeigen sich nach Angaben des BMZ unter anderem auch darin, dass eine Reihe von Ländern Genitalverstümmlungen inzwischen per Gesetz verboten haben. so Äthiopien im Jahr 2004 oder Benin im Jahr 2003. Darüber hinaus seien Partizipations-, Gesundheits- und Berufsausbildungsprojekte für Frauen besondere Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in fast allen Partnerländern.

Würden Frauen qualifiziert und werde ihnen der Zugang zu Bildung und Informationen sowie das Recht auf eigene Entscheidungen ermöglicht, wirke sich das positiv auf die Lebenssituation der Familien aus. Das hätten Studien immer wieder eindeutig belegt. Mit deutscher Beratung sei im Herbst 2005 in Kambodscha ein Gesetz zum Schutz vor häuslicher Gewalt entstanden. Damit habe der Staat nun nicht mehr nur das Recht, sondern die Pflicht, häusliche Gewalt zu stoppen und zu verhindern. Laut einer Studie der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sind in dem asiatischen Land 25 Prozent der Frauen und fast 30 Prozent aller Jugendlichen im familiären Umfeld geschlagen und bedroht worden.

Auch im Ministerium selbst habe sich die Gleichstellung der Geschlechter verbessert, so das BMZ. Während der Frauenanteil der Belegschaft 2002 noch bei 41,5 Prozent lag, sei er in diesem Jahr auf 46,7 Prozent gestiegen. Dieser Trend sei noch deutlicher, wenn es um Führungspositionen des höheren Dienstes geht. Hier sei der Frauenanteil von 19,2 im Jahr 2002 auf 28,1 im Jahr 2005 gestiegen.

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