cbmBensheim. - Am 1. und 2. Februar tagen die Geber- und Partnerländer der Globalen Bildungspartnerschaft (Global Partnership for Education, kurz GPE) in Dakar (Senegal). Dabei entscheidet sich, wie viel Geld in den kommenden drei Jahren für Bildung in Entwicklungsländern zur Verfügung steht. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fordert, dass die Vergabe der Mittel verpflichtend an Inklusion gebunden ist.

"Das Menschenrecht auf Bildung muss für alle gelten", betonte CBM-Vorstand Rainer Brockhaus. "Doch noch sind vor allem Kinder mit Behinderungen ausgegrenzt: In Entwicklungsländern gehen neun von zehn behinderten Kindern nicht zur Schule."

Weltweit sind es laut Weltbildungsbericht 264 Millionen Kinder und Jugendliche, die keine Schule besuchen. Damit sich das ändert, unterstützt die GPE ärmere Länder darin, allen Kindern Zugang zu Grundbildung zu ermöglichen. Insgesamt werden in den nächsten drei Jahren vier Milliarden US-Dollar (knapp 3,3 Milliarden Euro) benötigt, um dem Ziel "Bildung für alle" näher zu kommen. Rund drei Viertel davon will die GPE auf der Konferenz in Dakar einwerben. 

Ausgehend von diesem Bedarf sowie der Wirtschaftskraft Deutschlands im Vergleich zu den anderen Geberländern fordert die CBM von der Bundesregierung, ihren Beitrag zur GPE auf 100 Millionen Euro jährlich zu verzehnfachen. Die finanziellen Zusagen müssen aus Sicht der CBM an die Bedingung geknüpft sein, noch stärker als bisher die Belange von Kindern mit Behinderungen in der Bildungsförderung zu berücksichtigen.

Gerade in Entwicklungsländern fehlt es an barrierefreien Schulgebäuden, an Büchern in Braille-Schrift sowie an Lehrkräften, die für den Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern ausgebildet sind. "Wir brauchen eine spürbare Aufstockung der Mittel und ein verbindliches Bekenntnis zur Inklusion", so Brockhaus. "Nur so können wir dafür sorgen, dass Kinder mit Behinderungen Chancen auf Bildung und damit auf ein eigenständiges Leben ohne Armut haben."

Quelle: www.cbm.de 


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