amerika 21Havanna. - Die kubanische Nationalversammlung hat am Mittwoch Vizepräsident Miguel Díaz-Canel als neuen Staats- und Regierungschef vorgeschlagen. Der 1960 geborene Funktionär wird damit aller Wahrscheinlichkeit nach auf Amtsinhaber Raúl Castro folgen und die sogenannte historische Generation der Revolutionäre an der Staatsspitze ablösen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Donnerstag berichtet.

Die Nationalversammlung fällte den Beschluss während ihrer konstituierenden Sitzung. Die ursprünglich für den 19. April geplante Versammlung, bei der die Wahl des neuen Präsidenten als wichtigster Tagesordnungspunkt von vornherein feststand, begann einen Tag früher, um "die Maßnahmen dieser bedeutsamen Sitzung besser durchzuführen", wie es bei Radio Rebelde hieß.

Raúl Castro hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht mehr für den Posten des Staats- und Ministerratspräsidenten zur Verfügung zu stehen. Ein Systemwechsel, wie er in den USA und westlichen Staaten seit geraumer Zeit erhofft und gefordert wird, bleibe in Kuba aber aus, berichtete amerika21. 

"Die kubanischen Präsidenten werden immer die Revolution verteidigen", sagte Díaz-Canel im November vergangenen Jahres gegenüber Pressevertretern. Raúl Castro wird indes auch nach seinem Rückzug vom Posten des Staats- und Regierungschefs die Zügel noch nicht aus der Hand geben: Mindestens bis 2021 will er die regierende Kommunistischen Partei Kubas (PCC) anführen, so amerika21.

=> Vollständige Meldunghttps://amerika21.de/2018/04/199328/kuba-cuba-castro-wechsel-diaz-canel

Quelle: www.amerika21.de 


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