fianlogo Köln. - Mit seiner "Resolution zu der Verletzung der Rechte indigener Völker in der Welt, unter anderem durch Landnahme" hat das Europäische Parlament am 3. Juli die Rechte dieser Gruppe gestärkt. Der endgültige Text der Resolution wurde jetzt veröffentlicht. Darin unterstützt das Europäische Parlament ausdrücklich die geplante "UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten". FIAN hat die Resolution und die Unterstützung kleinbäuerlicher Rechte begrüßt.

"Landgrabbing, Klimawandel und die Privatisierung natürlicher Ressourcen bedrohen weltweit die Lebensgrundlage Indigener Völker und kleinbäuerlicher Gemeinden", erklärte FIAN-Referentin Gertrud Falk. "Innerhalb dieser Gruppen sind Frauen und Kinder strukturellen Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen besonders stark ausgesetzt." Darauf weist die Resolution des Europäischen Parlaments hin. Sie stützt damit die Resolutionen zu Klimawandel und Menschenrechten des UN-Menschenrechtsrats. Das Europäische Parlament drückt in der Resolution auch seine Besorgnis über Kriminalisierung und Gewalt aus, der Indigene oft ausgesetzt sind, wenn sie für ihre Rechte eintreten.

"Kleinbäuerliche Gemeinschaften sind auf ähnliche Weise wie Indigene von strukturellen Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen betroffen", sagte Falk. "FIAN begrüßt daher, dass das Europäische Parlament die EU-Mitgliedsstaaten auffordert, die geplante Kleinbauernerklärung zu unterstützen." Diese Menschenrechtserklärung soll im September vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beschlossen werden. Die deutsche Regierung stehe der Erklärung bisher skeptisch gegenüber, so FIAN.

Quelle: www.fian.de 


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