weltwaerts Berlin. - Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" feiert am Samstag (15. September) sein zehnjähriges Bestehen. "Weltwärts" ist mittlerweile der größte internationale Freiwilligendienst Deutschlands. Fast 40.000 junge Menschen sind in den letzten zehn Jahren mit "weltwärts" in die Partnerländer gegangen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht darin ein starkes Zeichen für Weltoffenheit. Zum Jubiläum kommen mehr als 1.000 Gäste aus 80 Ländern nach Berlin.

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" wurde 2008 vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) ins Leben gerufen. Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren leben und arbeiten ein Jahr lang in Entwicklungsländern, engagieren sich und sammeln internationale Erfahrung. Studien zeigen, dass das Engagement der Freiwilligen auch Jahre später noch hoch ist.

"Unser Freiwilligendienst 'weltwärts' steht für Weltoffenheit", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller. "In den letzten zehn Jahren sind 40.000 Menschen in über 80 Entwicklungsländer gegangen und haben sich so bewusst gegen Gleichgültigkeit und für Engagement entschieden. Wer während seines Auslandsaufenthaltes miterlebt, wie Kinder von Sonnenaufgang bis -untergang auf dem Feld stehen, um etwa unseren Kaffee herzustellen, der wird beim nächsten Einkauf eher zum fairen Produkt greifen. Die Erfahrungen, die die jungen Menschen in den Partnerländern sammeln, prägen sie oft ein Leben lang. Ihr Einsatz hilft nicht nur vor Ort, sondern ist auch eine wichtige Investition in ein offenes und tolerantes Deutschland."

Im vergangenen Jahr kamen die meisten Freiwilligen aus Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Berlin. Rund 180 deutsche Organisationen beteiligen sich an "weltwärts" und senden Freiwillige zu ihren Partnerorganisationen in Afrika, Südamerika und Asien.

Die Projekte von "weltwärts" sind dabei so vielfältig wie die Menschen. Die Freiwilligen unterstützen an Berufsschulen benachteiligte Jugendliche, erheben Forschungsdaten für den Meeresschutz, fördern in Townships den Zusammenhalt durch Sportprojekte oder packen in Kliniken mit an. Ein Bauingenieurstudent hat sich zum Beispiel in Äthiopien um den Aufbau einer Trinkwasserversorgung gekümmert. In der Dominikanischen Republik hat ein Tischlergeselle gemeinsam mit Waldbauern eine kleine Tischler-Schule aufgebaut.

Seit 2013 absolvieren auch junge Menschen aus den Partnerländern einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland. 2018 werden 800 Plätze für Freiwillige angeboten. Sie arbeiten in verschiedensten Bereichen, etwa im Gesundheitssektor oder in Umweltprojekten. Mit ihren Erfahrungen kehren sie zurück in ihre Heimat und helfen so beim Aufbau ihres Landes.

Zum Auftakt des Jubiläums eröffnet Minister Müller am Freitag im BMZ gemeinsam mit 200 weltwärts-Freiwilligen aus Afrika und Deutschland das "Zukunftsforum Afrika – 10 Jahre weltwärts".

=> www.weltwaerts.de 

Quelle: www.bmz.de 


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