oneBerlin. - Am 12. November feiert die Bundesrepublik 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland. Die Entwicklungsorganisation ONE mahnte die Bundesregierung zu diesem Anlass, sich stärker für die Belange von Mädchen und Frauen in der ganzen Welt einzusetzen, insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Unterstützt wird sie dabei von der Komikerin Carolin Kebekus.

"Die Tatsache, dass Frauen in Deutschland seit 100 Jahren wählen dürfen und gewählt werden können, wäre eigentlich ein guter Grund, die Korken knallen zu lassen", sagte Carolin Kebekus, die ONE insbesondere im Rahmen der Kampagne "Armut ist sexistisch" unterstützt. "Aber wir müssen heute mehr denn je über unsere Grenzen hinausschauen: Niemand von uns ist tatsächlich gleichberechtigt, solange wir nicht alle die gleichen Rechte haben. Weltweit. Über 130 Millionen Mädchen gehen noch immer nicht zur Schule. Rund 650 Millionen Frauen auf der Welt wurden bereits als Kinder verheiratet. Alleine heute werden sich 750 junge Frauen in Subsahara-Afrika mit HIV anstecken. Solange das so ist, können wir nicht feiern."

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE in Deutschland, erklärte: "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland sind eine großartige Errungenschaft. Es gibt hierzulande durchaus noch einige Baustellen in Sachen Gleichberechtigung. Doch Deutschland trägt auch globale Verantwortung. Armut ist sexistisch: Weltweit sind vor allem Mädchen und Frauen von extremer Armut betroffen. Dies zu ändern, ist auch die Pflicht der Bundesregierung. Dazu sollte sie insbesondere ihre Unterstützung für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria und die Globale Bildungspartnerschaft langfristig erhöhen. Die vorgesehenen Erhöhungen für den Bundeshaushalt 2019 sind schon mal ein ermutigendes Zeichen, dass die Bundesregierung jetzt den richtigen Weg einschlägt.”

Der Bundeshaushalt 2019 wird am 21. November verabschiedet. ONE begrüßte die Erhöhung der Mittel für Initiativen ausdrücklich, die insbesondere Frauen und Mädchen stärken. Dazu zählt zum einen die Globale Bildungspartnerschaft (GPE). Noch immer haben über 130 Millionen Mädchen keinen Zugang zu Bildung. In den am stärksten von Armut betroffenen Ländern klafft die Schere zwischen den Geschlechtern weiter auseinander. In Afrika besuchen 53 Millionen Mädchen keine Schule - verglichen mit 48 Millionen Jungen.

Ein anderes wichtiges Instrument ist für ONE der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, dessen nächste Finanzierungskonferenz im kommenden Jahr stattfinden wird. Frauen haben generell ein größeres Risiko, sich mit HIV zu infizieren. 74 Prozent aller HIV-Neuinfektionen unter Heranwachsenden in Subsahara-Afrika entfallen auf Mädchen. Das sind 750 junge Frauen, die sich täglich mit HIV anstecken.

Quelle: www.one.org 


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