amerika 21Brasília. - Das Oberste Wahlgericht Brasiliens hat festgestellt, dass der ultrarechte designierte Präsident Jair Bolsonaro möglicherweise über eine Million US-Dollar aus illegalen Spendensammlungen erhalten hat. Ein Teil dieser Gelder stamme zudem aus anonymen Quellen, heißt es in Medienberichten. Die Behörde moniere zudem die mangelnde Transparenz der Rechnungslegung seiner Wahlkampagne, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch.

Laut den Analysten des Gerichts enthalten die "gesetzlich verpflichtenden Aussagen und Unterlagen des Kandidaten eine Reihe von Unstimmigkeiten". Die Spendensammlungen im Internet, die er als Hauptfinanzierungsquelle angegeben habe, seien illegal. Bolsonaro habe auch die vorgeschriebenen Fristen nicht eingehalten, nach denen die Einnnahmen und Ausgaben der Kampagne dem Wahlgericht vorzulegen sind. Auch seien Widersprüche zwischen den von ihm angegebenen Summen und den Zahlen festgestellt worden, welche die Behörden registriert hatten.

Bolsonaro hat nach eigenen Angaben für seine Kampagne nur die Hälfte der angegebenen Spendensumme verbraucht, rund 500.000 US-Dollar. Der Verbleib der restlichen Gelder sei nicht nachvollziehbar, so amerika21.

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Quelle: www.amerika21.de 


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