BelarusBerlin/Paris (epo). - Sechs Journalisten, die über verbotene Demonstrationen in Minsk berichtet hatten, sind von der Regierung Weißrusslands (Belarus) wieder auf freiem Fuß gesetzt worden. Der Kanadier Fr?d?rick Lavoie, der u.a. für die kanadische Tageszeitung "La Presse" arbeitet, konnte das Gefängnis in Minsk am Freitagabend verlassen. Er wurde von zwei Botschaftsangehörigen begleitet und sollte abgeschoben werden. Seit Samstagmorgen sei der Georgier Georgiy Lagidze frei, der als Kameramann für den georgischen Fernsehsender "Channel I" arbeitet, teilte Reporter ohne Grenzen (ROG) am Montag mit.

Lagidze sagte gegenüber Reporter ohne Grenzen, er stehe nach seiner Verurteilung zu zwei Wochen Gefängnis noch immer unter Schock. Auch der Fotograf  Artiom Liava von der weißrussischen Wochenzeitung "Nasha Niva" wurde am Samstagmorgen nach zwei Wochen Haft entlassen, zu denen er für seine Berichte über die Pro-Demokratie-Demonstrationen vom 24. März verurteilt wurde.

Die russischen Journalisten Eduard Glezin und Oleg Kozlovskii von der Zeitung "Pravoe Delo" sowie Aleksandr Podrobinek von der unabhängigen russischen Nachrichtenagentur "Prima News" kamen laut ROG ebenfalls am Freitag frei und wurden von den Minsker Behörden abgeschoben.

Mindestens 26 Journalistinnen und Journalisten wurden nach den Präsidentschaftswahlen vom 19. März wegen ihrer Berichte über Demonstrationen festgenommen und zum Teil zu fünf bis 15 Tagen Gefängnis verurteilt.

 Reporter ohne Grenzen


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