venro 200Berlin. - Im vergangenen Jahr sind weltweit 405 humanitäre Helferinnen und Helfer Ziel von Angriffen geworden. Sie wurden verletzt, entführt, sexuell belästigt oder getötet. Zum Tag der Humanitären Hilfe (19. August) hat sich der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) für konkrete Verbesserungen im völkerrechtlichen Strafrecht und mehr Unterstützung in der Fürsorge ausgesprochen.

"Die Bedrohung für humanitäre Helferinnen und Helfer steigt", sagte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. Dies habe direkte Auswirkungen auf die notleidende Bevölkerung in Krisenregionen. "Wenn sich Hilfsorganisationen zurückziehen müssen, können Menschen in Not nicht erreicht werden. Auch das Risiko für lokale Partnerorganisationen vor Ort nimmt weiter zu."

VENRO begrüßte, dass Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am vergangenen Dienstag einen eindringlichen Appell zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) gerichtet hat. Dies allein reiche jedoch nicht aus, erklärte Bornhorst.

"Wir brauchen mehr Maßnahmen strafrechtlicher Verfolgung durch Deutschland oder internationale Gerichte. Täter und Verantwortliche für Angriffe auf humanitäre Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen müssen das Gefühl bekommen, belangt werden zu können. Darüber hinaus brauchen Hilfsorganisationen auch konkrete Unterstützung bei der Fürsorgepflicht, zum Beispiel für Sicherheitsmaßnahmen und psycho-soziale Unterstützung von Opfern."

Im aktuellen Positionspapier "Noch Normalfall oder schon Ausnahme: Die Zusammenarbeit mit fragilen Staaten" greift VENRO diese Forderungen an Bundesregierung und Bundestag ausführlich auf und stellt Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit in Konfliktregionen dar.

Quelle: www.venro.org 


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