caritasFreiburg. - Die Caritas stellt weitere 100.000 Euro für die Menschen in Syrien bereit, um die größte Not zu lindern. Auch im zehnten Jahr des Bürgerkriegs findet das Leid in Syrien kein Ende. "Große Sorge bereitet uns vor allem die Situation im Nordwesten des Landes, wo durch anhaltende Kämpfe fast eine Million Menschen auf der Flucht sind", sagte Oliver Müller, Leiter von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes.

Während die Menschen in den Monaten zuvor noch in Flüchtlingscamps, Moscheen und öffentlichen Gebäuden Aufnahme finden konnten, sind diese Kapazitäten jetzt erschöpft, so die Caritas. "Die Menschen wissen einfach nicht mehr wohin." Die Vertriebenen campierten in LKWs, in Straßengräben oder auf Feldern bei winterlichen Bedingungen. Die Menschen seien oft krank und benötigten außer medizinischer Versorgung auch dringend Nahrungsmittelhilfen sowie warme Kleidung und Unterkünfte.

Caritas international unterstützt die Menschen durch einen lokalen Partner, der täglich etwa 12.000 Mahlzeiten an die Vertriebenen verteilt, warme Kleidung und Decken bereitstellt sowie beschädigte Gebäude für die Unterbringung besonders Bedürftiger notdürftig Instand setzt. Zudem unterstützt die Caritas Waisenhäuser mit Lebensmitteln, repariert Schäden und verteilt Hygieneartikel.

Ein schnelles Ende dieser Situation ist nicht in Sicht, denn die Kampfhandlungen rund um Idlib halten weiter an. "Zu befürchten ist, dass die Zahl der Menschen, die fliehen müssen, noch weiter ansteigt", sagte Oliver Müller. Geschätzt werde, dass weitere 300.000 Menschen in den nächsten Wochen zusätzlich ihr Zuhause verlieren.

Der Hilfebedarf in Syrien ist nach wie vor riesig. Über 13 Millionen Menschen bedürfen der humanitären Hilfe, davon sind über sechs Millionen Syrier Vertriebene im eigenen Land. Weitere 5,6 Millionen Menschen sind ins Ausland geflohen, insbesondere in die Türkei und in die angrenzenden Nachbarländer. Die Caritas hilft seit Beginn des Bürgerkriegs im März 2011 vor allem über die Caritas Syrien und viele lokale Partner.

Quelle: www.caritas-international.de 


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