bmz 100Berlin. - Die Expertengruppe Gesundheit des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) hat eine erste große Corona-Hilfslieferung an die Afrikanische Union übergeben. Insgesamt wurden der Afrikanischen Union zum Kampf gegen die Corona-Pandemie rund 1,4 Millionen Corona-Tests zur Verfügung gestellt. Diese Maßnahmen sind Teil des Corona-Sofortprogramms des BMZ.

"Corona ist längst nicht besiegt", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). "Weltweit haben sich 17 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern steigen die Zahlen rasant. Unser Nachbarkontinent Afrika meldet jeden Tag rund 20.000 Neuinfektionen – doppelt so viele wie vor einem Monat. Mit 450.000 bestätigten Infektionen steht Südafrika weltweit bereits auf Platz 5 der Länder mit den meisten Corona-Fällen. Wir müssen alles tun, um ein weiteres Ausbreiten einzudämmen."

Deutschland lasse seine Partner in dieser schwierigen Lage nicht alleine, betonte Müller. Corona könne nur weltweit oder gar nicht besiegt werden. Viele Länder seien mit ihrer schwachen Gesundheitsinfrastruktur schon jetzt häufig überfordert.

"Es fehlt vor allem an Tests", erklärte Müller. "Unsere Experten leisten hier überlebenswichtige Soforthilfe und haben dringend benötigte Corona-Tests an die Afrikanische Union übergeben. Damit können fast 1,4 Millionen Menschen getestet werden, um die Ausbreitung einzudämmen. Nach der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Deutschland damit einer der weltweit wichtigsten Unterstützer im Kampf gegen die Pandemie."

Die Afrikanische Union koordiniert die Beschaffung von Labormaterialien zur Corona-Bekämpfung in Afrika. Die Epidemie-Präventionsteams der "Schnell Einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" (SEEG) unterstützen dabei, einen Krankheitsausbruch so früh wie möglich zu erkennen und eine Ausbreitung möglichst einzudämmen. Die Expertengruppe Gesundheit war bereits in Namibia, Benin, Kolumbien, Ecuador und Peru. Fokus der Einsätze ist die Stärkung von Laborkapazitäten, die Bereitstellung von Testkits und Labormaterial sowie Trainings und technische Beratung zum Umgang mit der Krankheit. So wurden in den vergangenen Monaten Labore ausgerüstet und Gesundheitspersonal im sicheren Umgang mit dem Erreger ausgebildet.

Die SEEG ist ein vom Bundesentwicklungsministerium und dem Bundesgesundheitsministerium initiiertes Kooperationsprojekt zwischen dem Robert-Koch-Institut, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Aktuell werden die Einsätze personell durch das Institut für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin unterstützt.

Die "Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit" hat in den vergangenen Jahren bereits Benin 2018 während eines Ausbruchs des Lassafiebers unterstützt und half während des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika dabei, die Diagnostik für das Virus aufzubauen.

Quelle: www.bmz.de 


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