uno fluechtlingshilfeBonn. - Die UNO-Flüchtlingshilfe hat nach dem Brand im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos 250.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt. Die Menschen benötigen Transportmittel, Notunterkünfte und grundlegende Hilfsgüter und müssen vor einer Ausbreitung von COVID-19 geschützt werden.

Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR), dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist, hat seine Mitarbeiter*innen sofort vor Ort eingesetzt und den griechischen Behörden Hilfe angeboten, um den mehr als 12.000 Menschen im Flüchtlingscamp direkt zu helfen. Unter ihnen sind mehr als 4.000 Kinder, darunter 407 unbegleitete Kinder, sowie schwangere Frauen und ältere Menschen.

"Den europaweiten Solidaritätsbekundungen für die Menschen vor Ort müssen Taten folgen", sagte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. "Die Menschen auf Lesbos brauchen jetzt unmittelbar Hilfe, denn es drohen weitere Nächte und Tage ohne Obdach, ohne Perspektive." Darüber hinaus gelte es aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe mittel- und langfristig Lösungen und Perspektiven für die Asylsuchenden zu entwickeln, damit kein zweites Camp Moria entsteht.

Die Verhältnisse in den völlig überfüllten Aufnahmezentren auf den griechischen Inseln sind besorgniserregend. Mehr als 36.000 Menschen wohnen derzeit in den fünf Aufnahme- und Identifikationszentren (RICs) auf den griechischen Inseln. Die Zentren waren ursprünglich für 5.400 Menschen konzipiert und sind zum Teil um das Zehnfache überfüllt.

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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