amerika 21Santiago. - Eine überwältigende Mehrheit der Chileninnen und Chilenen hat für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung gestimmt. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der abgegebenen Stimmen sorgte das Votum von 78,3 Prozent - das entspricht mehr als 5,8 Millionen Menschen - für einen historischen Wahlausgang. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag berichtet.

Auch über die Form der verfassunggebenden Versammlung sind die Abstimmenden in Chile sich überwiegend einig. Fast 79 Prozent favorisierten eine vollständig neu gewählte "Constituyente", lediglich 21 Prozent sprachen sich für eine gemischte Versammlung aus, in der die Hälfte der Mandate an Parlamentsabgeordnete gegangen wäre.

Trotz Covid 19-Pandemie strömten die Chilenen am Sonntag massiv in die Wahllokale, so amerika21. Teilweise bildeten sich lange Schlangen, wie z.B. vor dem Nationalstadion in der Hauptstadt Santiago. Knapp 500.000 Menschen mehr gaben ihre Stimme ab als bei der Präsidentschaftswahl von 2017. Mit mehr als 7,5 Millionen Stimmen übersteigt die Beteiligung selbst die der Volksabstimmung 1988, die das Ende der Militärdiktatur von Augusto Pinochet einleitete.

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Quelle: www.amerika21.de 


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