Putrajava/Berlin (epo). - Die in der Gruppe der 77 (G77) zusammengeschlossenen Entwicklungsländer haben das Macht-Ungleichgewicht in den Entscheidungsprozessen internationaler Handels- und Finanzinstitutionen kritisiert. Dies schwäche den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung, erklärte die G77 bei einem Treffen der Blockfreienbewegung am Montag in Putrajava/Malaysia. Kosten und Nutzen der Globalisierung seien ungerecht verteilt, sagte der stellvertretende südafrikanische Außenminister Aziz Pahad als Sprecher der G77.

Südafrika hat derzeit den Vorsitz der G77 inne, die 1964 von 77 Entwicklungsländern gegründet wurde, mittlerweile aber 132 Staaten des Südens umfasst.

Pahad betonte auf dem Ministertreffen des Koordinationsbüros der Blockfreienbewegung, das mulilaterale System der Vereinten Nationen zur Erhaltung von Frieden und Stabilität weltweit müsse verteidigt werden. Trotz der Zusagen des UN Millennium-Gipfels 2000 in New York, "sicherzustellen, dass die Globalisierung eine positive Kraft für alle Menschen auf der Welt wird", habe sich die Lage seither nicht geändert. Millionen Menschen müssten weiterhin unterhalb der Armutsgrenze von einem US-Dollar pro Tag oder weniger leben.

"Viele Entwicklungsländer, vor allem in Subsahara-Afrika, werden die Millenniums Entwicklungsziele, die wir uns vor wenigen Jahren gesetzt haben, nicht erreichen", prognostizierte Pahad. Starke und effizientere Vereinte Nationen seien die einzige Hoffnung, die globalen Herausforderungen zu meistern.

 Blockfreien-Konferenz in Putrajava
 G77
 NAM News Network


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