savethechildrenRamallah/Berlin. - Ein Lastwagen mit 45.000 Wasserflaschen von Save the Children ist gestern (29. Oktober) im Gazastreifen eingetroffen. Er gehöre zu einer kleinen Gruppe von Hilfslieferungen, denen die Einreise über den Grenzübergang Rafah genehmigt wurde. Ein zweiter Lastwagen mit weiteren 45.000 Wasserflaschen werde voraussichtlich heute im Laufe Tages ankommen. Die beiden Lastwagen mit Hilfsgütern von Save the Children warteten seit dem 16. Oktober auf die Überfahrt in den Gazastreifen.

Der Bedarf an humanitärer Hilfe bleibt weiterhin immens: Nach Angaben der Vereinten Nationen werden täglich etwa 100 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern benötigt, um mehr als zwei Millionen Einwohner*innen des Gazastreifens zu versorgen. Bislang ist die Gesamtzahl der Lastwagen, die das Gebiet erreichten, geringer als der tägliche Bedarf der Menschen, beklagt Save the Children.

Die Verfügbarkeit von Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und medizinischen Hilfsgütern sei im Gazastreifen kritisch niedrig. Der Mangel an Treibstoff stelle eine große Herausforderung für die Verteilung der Hilfsgüter dar.

Jason Lee, Länderdirektor von Save the Children für die palästinensischen Gebiete, sagt:

"Jede Hilfe, die die Familien im Gazastreifen erreicht, ist wichtig, aber die derzeitige Menge ist bei weitem nicht ausreichend. Schon vor der aktuellen Eskalation waren 80 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens auf humanitäre Hilfe angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Kinder und ihre Familien benötigen dringend Nahrungsmittel, Wasser, medizinische Versorgung, Hygieneartikel und sichere Unterkünfte. In der Vergangenheit kam der größte Teil der Hilfe für den Gazastreifen über die beiden Grenzübergänge Erez und Kerem Shalom, die derzeit geschlossen sind. Selbst wenn alle Grenzübergänge geöffnet wären, ist es unwahrscheinlich, dass der enorme Bedarf von Kindern und Familien gedeckt werden könnte. Humanitäre Hilfe und humanitäres Personal müssen durchgehend sicher passieren können, und zwar jetzt. Zeit kostet Leben."

Quelle: www.savethechildren.de


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