DWHHBonn/Matuu (epo.de). - Die Deutsche Welthungerhilfe hat für die Flutopfer am Horn von Afrika 200.000 Euro Soforthilfe bereit gestellt. Das Geld werde vor allem für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, später auch für die Verteilung von Saatgut verwendet, teilte die Organisation in Bonn mit.

In Äthiopien an der Grenze zu Somalia im Gebiet des Shebelle-Flusses, der 15 Kilometer breit über die Ufer trat, werden in 24 Dörfern Brunnen entkeimt oder neu gegraben. Danach wird Saatgut verteilt, da die Überschwemmung die Aussaat weggeschwemmt hat.

"Die Flut ist 16 Tage lang gestiegen", berichtete Rüdiger Ehrler, Mitglied des Nothilfe-Teams der Welthungerhilfe. "Die Menschen mussten auf Bäumen ausharren und haben sich von Baumfrüchten und -blättern ernährt." Manche konnten sich mit Flößen aus Benzinkanistern in höhere Gebiete retten, "trotz der Gefahr durch Krokodile. Ich habe selbst mehrere gesehen", so Ehrler.

In Kenia will die Welthungerhilfe im Distrikt Kwale an der Küste im Süden Kenias 15.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen: durch Wasseraufbereitung mit Chlortabletten und der Säuberung von verseuchten Brunnen. Im Distrikt lebten 63 Prozent in absoluter Armut, so die Hilfsorganisation. Zu vielen Ortschaften sei der Zugang schwierig bis unmöglich. Viele Quellen seien aufgrund überfluteter Latrinen verseucht.

"Die Gefahr ist noch nicht vorbei. Der Wetterbericht sagt für die Küstengebiete für zwei bis drei Wochen weitere starke Regenfälle voraus", sagte Iris Krebber, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Kenia. "Die Bevölkerung hat die Folgen der langen Dürre noch nicht überwunden. Eine bittere Ironie: Erst bleibt der Regen aus, dann kommt er sintflutartig. Die Menschen brauchen dringend unsere Hilfe."

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Flutopfer in Ostafrika:

Deutsche Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Ostafrika

Deutsche Welthungerhilfe


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