Bonn/Berlin (epo.de). - Nach den schweren Überflutungen in der indonesischen Provinz Aceh haben deutsche Hilfsorganisationen Maßnahmen für die Nothilfe eingeleitet und Mittel für die Soforthilfe bereit gestellt. Die Deutsche Welthungerhilfe stellte 100.000 Euro zur Verfügung, die  Diakonie Katastrophenhilfe 50.000 Euro. Die Zahl der Flüchtlinge wird auf bis zu 360.000 geschätzt. Mehr als 100 Menschen kamen in den Fluten um, Hunderte gelten noch als vermisst.

Die Deutsche Welthungerhilfe entsandte ein Mitglied des Nothilfe-Teams und stellte 100.000 Euro für Soforthilfe bereit. Das Geld soll für Nahrungsmittel wie Reis und Nudeln sowie Kochsets verwendet werden. Gleichzeitig soll dringend benötigtes Trinkwasser verteilt werden. Die Welthungerhilfe wird voraussichtlich in den beiden Distrikten Aceh Utara und Aceh Tamiang tätig werden.

Vermutlich am schlimmsten hat es den Distrikt Aceh Tamiang getroffen, der beim Tsunami vor zwei Jahren verschont geblieben war. "Nach unseren Informationen stand das Wasser drei bis vier Meter hoch", sagte Ralph Dickerhof, Mitarbeiter der Welthungerhilfe, "90 Prozent des Distrikts standen unter Wasser." Die UN gehen von mindestens 200.000 Betroffenen allein in diesem Distrikt aus.

"Die Straßen sind zwar wieder befahrbar, allerdings werden weitere Regenfälle erwartet", so Dickerhof. "Regenfälle gibt es jedes Jahr, durch den illegalen Holzeinschlag werden allerdings die Folgen der Überflutungen immer schlimmer."

Die Diakonie Katastrophenhilfe stellte für die Soforthilfe 50.000 Euro bereit und bat dringend um Spenden für die Flutopfer. "Das Wasser geht zwar zurück, aber die Situation ist immer noch sehr angespannt", berichtete Leonardo Ratuwalangon, Leiter des Projektbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Indonesien. "Viele Menschen sind noch immer nur mit dem Boot erreichbar". Über ihren internationalen Verbund ACT (Kirchen helfen gemeinsam) kümmert sich die Diakonie Katastrophenhilfe zudem um medizinische Betreuung der Flutopfer in den Distrikten Aceh Tamiang und Aceh Utarah.

Die zuständige Koordinatorin der Malteser, Wil Andrea, organisiert gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Fröbe die Verteilung von Hilfsgütern. In Kooperation mit Cordaid sowie in Abstimmung mit UN-Organisationen werden 1.500 so genannte Family Kits verteilt. Die Kits enthalten Gebrauchsgegenstände sowie Hygieneartikel und Lebensmittel.

Für die Nothilfe in Indonesien bitten die Hilfsorganisationen um Spenden:

Spendenkonten:

Diakonie Katastrophenhilfe
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
Kennwort "Indonesien"

Caritas international
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BLZ 660 205 00
Kennwort "Indonesien"

Deutsche Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Überschwemmung Aceh

Malteser International
Konto 120 120 120
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 20 500
"Nothilfe Indonesien"


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