MalteserKöln (epo.de). - Die Malteser haben anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April auf die große Gefahr von Infektionskrankheiten im Armutskontext hingewiesen. Während Infektionskrankheiten mit Durchfall in Deutschland relativ harmlos verliefen, seien sie in Entwicklungsländern und Krisenregionen eine der fünf Haupttodesursachen.

"In Ländern, in denen sauberes Wasser, Seife und Toiletten Luxus sind, sterben weltweit täglich 6.000 Kinder an dem hohen Flüssigkeitsverlust. Das sind 120 Schulklassen - Tag für Tag", erklärte Marie Theres Benner, Referentin für Gesundheitsprogramme bei Malteser International.

"Wasser ist das A und O. Keimfreies Trinkwasser und Hygienemaßnahmen beugen der Verbreitung der Erreger vor", so Benner. Hände waschen mit Seife ist daher eines der wichtigsten Mittel, um Durchfallerkrankungen zu reduzieren: "Studien haben erwiesen: Seife kann Leben retten, indem sie die Übertragung der Keime verhindert. Tatsächlich konnten wir in einem Flüchtlingslager in Thailand innerhalb von zwei Jahren die Anzahl der Erkrankungen allein durch die regelmäßige Verteilung von Seife um 30 Prozent verringern."

Gleichzeitig sei Wasser die wichtigste "Medizin" gegen die Erreger, um den gefährlichen Flüssigkeitsverlust zu verhindern, betont Benner. 15 Liter Wasser pro Kopf und Tag rechne man als notwendige Lebensgrundlage. Genau daran mangele es aber in den armen Ländern: Während in Deutschland jeder Mensch pro Tag durchschnittlich 126 Liter Wasser verbraucht, haben 1,1 Milliarden Menschen weltweit gar keinen Zugang zu sauberem Wasser. 2,5 Milliarden Menschen leben in Slums oder verarmten Dörfern unter unzureichenden hygienischen Bedingungen.

Nach Katastrophen ist die Lage besonders ernst. Überschwemmungen und Erdbeben zerstören Brunnen, Kanalisation und sanitäre Einrichtungen, in Flüchtlingscamps leben die Menschen auf engstem Raum. Malteser International setzt sich daher in zahlreichen Ländern für eine Verbesserung der Wasser- und Gesundheitsversorgung der Menschen ein: durch Gesundheits- und Hygieneerziehung, den Bau von Wasserleitungen, Regenwassertanks, Brunnen und Latrinen sowie durch Abwasser- und Müllentsorgung.

"Projekte wie das in Thailand sind ein guter Anfang, aber eben erst ein Anfang. Die Vision muss sein, dass Durchfall eines Tages in allen Ländern so nebensächlich ist wie in Deutschland", so Benner.
 
Spendenkonto 120 120 120,
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Kennwort: Malteser International

www.malteser-international.org


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