Der grosse AusverkaufBerlin (epo.de). - Wie ergeht es Menschen, deren Regierung die Verantwortung für eine existenzielle Grundversorgung an große Konzerne überträgt? In seinem Dokumentarfilm "Der Große Ausverkauf" bringt Regisseur Florian Opitz dem Zuschauer das komplexe Phänomen der "Privatisierung" nahe. Opitz erzählt in einfühlsamen Porträts von Menschen aus verschiedenen Kontinenten, die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind und sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen.

"Der große Ausverkauf" gewährt einen Einblick in das philippinische Gesundheitssystem, die Stromversorgung in den Townships von Südafrika, den Bahnverkehr in Großbritannien und der Wasserversorgung in Bolivien. Doch auch "die andere Seite" kommt zu Wort. Vertreter der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, die Privatisierungen befürworten und für die Lösung aller wirtschaftlichen Probleme halten.

Professor Joseph E. Stiglitz, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Nobelpreisträger für Wirtschaftwissenschaften, kennt beide Welten. Er verließ die Schaltstellen der Weltwirtschaft und kämpft seither gegen neoliberale Glaubenssätze. In "Der große Ausverkauf" macht er auf einprägsame Art deutlich, woher das Dogma der Privatisierung kommt und wer davon profitiert.

Trotz der geografischen Ferne dieser Portraits sind die Parallelen zu den wirtschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland eindeutig und machen das Thema Privatisierung auch hierzulande relevant.

"Der große Ausverkauf" ist eine Produktion von Discofilm in Co-Produktion mit dem BR, WDR und arte, gefördert von der Filmstiftung NRW, und ist seit 17. Mai 2007 in den Kinos.

www.dergrosseausverkauf.de


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