MalteserKöln/Damaskus (epo.de). - Tausende Menschen fliehen täglich vor den brutalen Anschlägen im Irak. Mit rund 1,4 Millionen Irakern hat Syrien die meisten der nach UNHCR Angaben insgesamt rund 4,2 Millionen irakischen Flüchtlinge aufgenommen. Die Malteser helfen in den syrischen Städten Damaskus und Aleppo den ärmsten Flüchtlingsfamilien, teilte die Organisation anlässlich des Internationalen Tages der Flüchtlinge am 20. Juni mit.

Im Rahmen eines Kooperationsvertrages, den die Malteser mit der türkischen Partnerorganisation IBC (International Blue Crescent Humanitarian Relief and Development Foundation - Internationaler Blauer Halbmond) abgeschlossen haben, werden 100 Flüchtlingsfamilien mit so genannten "start-up kits" versorgt: eine Grundausstattung mit Seife, anderen Hygieneartikeln und Kochgeschirr.

Zudem erhält jede dieser Familien für einige Monate insgesamt 900 US-Dollar. "In Syrien gibt es einen gut funktionierenden Markt. Wenn wir den Menschen Bargeld geben, können sie genau auswählen, was sie brauchen, und diese Waren auf dem lokalen Markt kaufen. So unterstützen wir auch die einheimische Wirtschaft", erklärt Roland Hansen, Leiter des Asienreferats von Malteser International.

Vielen der irakischen Flüchtlingskinder, aber auch ärmsten syrischen Kindern, ist es nicht möglich, in die Schule zu gehen. Die Malteser und IBC geben daher Schulmaterialien wie Taschen, Hefte, Stifte und Bücher an beide Gruppen aus. "Indem wir auch syrischen Kindern den Besuch einer Schule ermöglichen, verhindern wir, dass bei der einheimischen Bevölkerung Neid auf die irakischen Flüchtlinge entsteht, und tragen so dazu bei, den sozialen Frieden in den von den Flüchtlingsströmen besonders betroffenen Stadtvierteln zu sichern", sagte Hansen.

 www.malteser-international.org


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