Stuttgart (epo). - Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" hat sich erfreut über die Freiwilligen Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Menschenrecht auf Nahrung gezeigt. Die Leitlinien werden am heutigen vom Rat der FAO in Rom verabschiedet. "Sie sind ein Sieg für die Zivilgesellschaft weltweit", erklärte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel.



Es sei das erste Mal, dass ein soziales Menschenrecht gemeinsam von verschiedenen Regierungen interpretiert wurde, so Füllkrug-Weitzel weiter. Sogar die USA, die den Sozialpakt nicht ratifiziert haben, hätten sich beteiligt. "Der moralische Druck auf die Regierungen, mehr für die Hungernden auf der Welt zu tun, hat sich verstärkt", betonte Füllkrug-Weitzel. Sie kritisierte allerdings, dass die Anwendung der Leitlinien freiwillig sei. "Der Schutz der Menschenrechte darf kein Akt der Freiwilligkeit sein", so Füllkrug-Weitzel.

Die Leitlinien, über die seit 1996 verhandelt wurde, zeigen Möglichkeiten auf, den Hunger in der Welt wirksam zu bekämpfen und die vom Hunger bedrohten Gruppen zu identifizieren. Den Armen sollen rechtliche Mittel an die Hand gegeben werden, um ihr Recht auf Nahrung durchzusetzen.

Weitere Punkte der Leitlinien sind der Zugang zu Land und Ressourcen für Kleinbauern sowie eine stärkere politische Einbindung gerade der Armen und der Frauen. "Brot für die Welt" war durch seine finanzielle und inhaltliche Unterstützung für die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN bei den Verhandlungen in Rom präsent.

Die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" wurde 1959 in Berlin gegründet. Sie leistet in mehr als 1000 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen mit ihren Partnern Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist eine nachhaltige Bekämpfung von Armut und Hunger sowie eine Stärkung der Rechte von benachteiligten Menschen

 "Brot für die Welt"


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