daadBonn (epo.de). - Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) startet am 28. Januar in der Hertie School of Governance in Berlin sein neues Programm "Public Policy and Good Governance" (PPGG). Damit will der DAAD gezielt gute Regierungsführung in Afrika, Lateinamerika, Südasien, Südostasien sowie den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens unterstützen und die Zivilgesellschaften stärken.

Zur Auftaktveranstaltung sind alle DAAD-Stipendiaten des ersten Jahrgangs sowie die Vertreter der beteiligten deutschen Hochschulen in die Hauptstadt eingeladen. Staatsministerin Cornelia Pieper vom Auswärtigen Amt wird laut DAAD in ihrer Ansprache darstellen, wie sich die neue Bundesregierung in der Außenpolitik für gute Regierungsführung einsetzen will und welche Rolle dabei der akademische Austausch spielen kann. Professor Neville Alexander, Wissenschaftler, Politiker und einer der angesehensten Intellektuellen Südafrikas, soll darauf aus afrikanischer Sicht antworten. Anschließend diskutieren ausgewählte PPGG-Stipendiatinnen und -Stipendiaten mit deutschen Abgeordneten über ihre Erwartungen.

Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Stipendienprogramm ermöglicht es künftigen Führungskräften in Politik und Verwaltung, in ausgewählten internationalen Masterstudiengängen in Deutschland zu studieren. Dabei werden sie praxisorientiert auf ihre spätere berufliche Tätigkeit vorbereitet. Auf Grund der hier erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen sollen die Geförderten später dazu beitragen, in ihren Heimatländern demokratische und sozial gerechte Strukturen zu etablieren.

Manche der aus über 600 Bewerbern ausgewählten Stipendiaten arbeiten nach Angaben des DAAD seit Jahren in der nationalen oder kommunalen Verwaltung, andere haben sich in Nichtregierungsorganisationen in Simbabwe, Indien, Brasilien oder der Mongolei für die Rechte von Kindern, Frauen oder Flüchtlingen, den Erhalt ihrer lokalen Kultur oder der Umwelt eingesetzt.

Eine Stipendiatin aus Ghana ist nach einem Bericht des DAAD von ihrem ersten Semester begeistert: "In drei Monaten habe ich einen Wissensschatz über Außenpolitik und Regierungsführung erworben, den ich nie für möglich gehalten hätte. Die internationale und multikulturelle Mischung von Studierenden und die unterschiedlichen Studiengewohnheiten sind ein zusätzlicher Gewinn."

Die vom DAAD ausgewählten Studiengänge bieten alle eine internationale Perspektive und werden dabei unterstützt, die besonderen Konstellationen in den Partnerländern noch besser zu berücksichtigen. Dazu tragen nicht zuletzt die Stipendiatinnen und Stipendiaten selbst enorm viel bei. Ein Hochschulvertreter: "Der PPGG-Studiengang hat Globalisierung im positiven Sinne an unsere Hochschule gebracht: Die ganze Welt kommt hier zusammen und diskutiert miteinander."

www.daad.de/ppgg-master

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