kinder_brasilien_kb_200Berlin. - Der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Jürgen Beerfeltz, hat am Dienstag die Fotoausstellung "Wir sind 7 Milliarden – unsere Welt heute" auf dem Potsdamer Platz in Berlin eröffnet. Im Herbst 2011 wird der siebenmilliardste Mensch geboren. Aus diesem Anlass beleuchtet die Ausstellung unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Weltbevölkerung.

Bis zum 6. September sind auf dem Potsdamer Platz ausgewählte Fotografien aus der Magazinwelt von National Geographic Deutschland zu sehen. Die Bilder der Ausstellung, so das BMZ, führen die Vielfalt des oft nur an Zahlen diskutierten Bevölkerungswachstums anschaulich vor Augen. Es geht um die Themen Migration, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit, Bildung, Alter und Menschenrechte im Alltag der Menschen dieser Erde.

Insgesamt hat sich das Bevölkerungswachstum zwar verlangsamt, doch nach wie vor kommen jährlich etwa 78 Millionen Erdenbürger hinzu. Dieses rasante Bevölkerungswachstum gehe zu einem großen Teil auf mangelnden Zugang zu Aufklärung und Verhütung zurück, erklärte das BMZ. Jährlich würden allein in Entwicklungsländern 75 Millionen Frauen ungewollt schwanger. Dies belege, wie wichtig Sexualaufklärung und der Einsatz effektiver Familienplanungsmethoden seien.

"Prognosen sagen voraus, dass wir bei der derzeitigen Wachstumsrate im Jahr 2050 mehr als neun Milliarden Menschen wären", sagte Hans-Jürgen Beerfeltz. "Natürlich freuen wir uns über ein neues Leben auf dieser Erde. Aber die weiter wachsende Weltbevölkerung ist eine große Herausforderung. Alle Menschen sollten in Würde leben, in Frieden und Freiheit, mit Chancen für Eigenverantwortung, ohne materielle Not und in einer intakten Umwelt. Aber je mehr wir sind, desto schwieriger wird das."

Gesundheits- und Bildungssysteme brauchten daher neue, innovative Ansätze, die den jeweiligen Bedingungen im Land gerecht werden, erklärte Beerfeltz. Auch die sozialen Sicherungssysteme würden zukünftig daran gemessen, wie gut sie sich an die neuen Entwicklungen - dort starkes Wachstum, hier Schrumpfung und Überalterung - anpassen.

"Wir haben als BMZ gerade eine Initiative für 'Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit' ins Leben gerufen", so Beerfeltz. "Wir informieren, wir verbreiten moderne Familienplanungsmethoden und wir erhöhen die Zahl der medizinisch professionell begleiteten Geburten. So werden Frauen und Männer in die Lage versetzt, selbst zu entscheiden, ob und wann sie Kinder bekommen möchten. Deshalb haben wir die Mittel für Selbstbestimmte Familienplanung verdoppelt, von 40 Millionen Euro auf 80 Millionen Euro pro Jahr. Selbstverständlich sind dies zusätzliche Mittel für diesen Zweck. Wir werden 2012 auf dem Niveau von 2010 fördern."

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) präsentiert die Ausstellung "Wir sind 7 Milliarden" in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Stiftung Weltbevölkerung mit Bildern von National Geographic Deutschland.

www.bmz.de
www.giz.de
www.weltbevoelkerung.de

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