diakonieStuttgart. - Mit wachsender Sorge verfolgt die Diakonie Katastrophenhilfe die Eskalation in Syrien: "Die Repression der syrischen Regierung gegen die Protestbewegung wird immer gewaltsamer und die Opposition und ihre Unterstützer treiben weg von friedlichem Protest hin zu gewaltsamen Aktionen", sagte die Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Donnerstag in Stuttgart. "Beide Seiten sorgen immer weniger für den Schutz der Menschen. Die Zahl der Opfer in der Bevölkerung steigt." Die Diakonie Katastrophenhilfe hat Maßnahmen zur Hilfe für Vertriebene eingeleitet.

Das evangelische Hilfswerk befürchtet, dass ein blutiger Bürgerkrieg droht und die Bevölkerung immer schonungsloser und gezielter in die Gewalthandlungen einbezogen und instrumentalisiert wird. Die Direktorin ist besorgt, dass viele internationale Akteure auf beiden Seiten der Konfliktparteien die Eskalation mit anheizen. "Es gibt sehr unterschiedliche Agenden, die zunehmend zu einem bedrohlichen Gemisch für die Bevölkerung und für die Aufrechterhaltung des Friedens in der Region werden", sagte Füllkrug-Weitzel.

Das Hilfswerk befürwortet eine sofortige Deeskalationsstrategie und internationale Unterstützung für die Suche nach einer friedlichen Lösung durch die lokalen Kontrahenten. "Wir bitten die Bundesregierung, dazu beizutragen, auch um weiteres Blutvergießen zu verhindern und die Zivilbevölkerung zu schützen", so Füllkrug-Weitzel. "Wir begleiten die syrische Bevölkerung mit Gebeten und Fürbitten. Wir tun alles für eine friedliche Lösung und wir stehen den Menschen mit unserer Hilfe bei."

Die Diakonie Katastrophenhilfe wird mit Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance Flüchtlingen in Jordanien und im Libanon helfen. Auch im Land werden von den Kämpfen Betroffene unterstützt. Dringend benötigt werden Nahrungsmittel, Heizmaterial und Kochgeschirr. 
Das Hilfswerk bittet um Spenden.

www.diakonie-katastrophenhilfe.de

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