gavi_100Washington. - Als Reaktion auf die Rückkehr der Masern investiert die GAVI Alliance zusätzlich bis zu 162 Millionen US-Dollar, um Masernausbrüche in Entwicklungsländern zu kontrollieren und zu verhindern. Dies soll den Ländern dabei helfen, kritische Lücken in den Kontrollsystemen dieser tödlichen Krankheit zu schließen.

GAVI wird nach eigenen Angaben bis zu 107 Millionen US-Dollar für die Kontrolle und Verhinderung von Masernausbrüchen in sechs Hochrisikoländern bereitstellen: Äthiopien, Afghanistan, DR Kongo, Nigeria, Pakistan und Tschad. Weitere 55 Millionen US-Dollar werden über die Masern und Röteln-Initiative in GAVI-förderungsberechtigten Ländern bereitgestellt, um schnell mit Impfkampagnen auf akute Masernausbrüche reagieren zu können.

Die verstärkte Unterstützung bei der Masernbekämpfung soll bis 2017 die Routine-Impfprogramme verbessern und basiert auf einer Entscheidung aus dem November 2011, als beschlossen wurde, mehr als 600 Millionen US-Dollar aufzuwenden, um Röteln mit einer Masern-Röteln-Kombinationsimpfung zu bekämpfen. Es wird erwartet, dass bis 2018 rund 48 Länder diese Impfung mit GAVIs Unterstützung einführen.

Der Vorstandsvorsitzende von GAVI, Dagfinn Høybråten, sagte: "Durch Masernbekämpfung können wir auch den gleichen Zugang aller zu Gesundheit verbessern und sicherstellen, dass alle Menschen gegen diese Krankheit geschützt sind, ganz gleich, wo sie leben. Diese Investition ist besonders wichtig für die Länder, in denen Kinder mit dem höchsten Ansteckungsrisiko leben."

Masern sind hochansteckend und können schwere Schäden und lebenslange Behinderungen verursachen und im schlimmsten Fall zum Tode führen. 1980, bevor massiv gegen Masern geimpft wurde, starben GAVI zufolge weltweit rund 2,6 Millionen Menschen an der Krankheit. Verstärkte Routineimpfungen haben dazu geführt, dass die Todesfälle durch Masern um 74 Prozent gesunken sind. Im Jahr 2000 starben etwa 535.000 Menschen an Masern. 2010 waren es 139.000. Röteln sind Hauptursache für angeborene Fehlbildungen, die zu lebenslangen Behinderungen führen können.

In den vergangenen Jahren sind die Fortschritte bei der Verringerung der Sterblichkeitsrate durch Masern jedoch stagniert, da es Masernausbrüche in Afrika und Indien gibt. "Masernausbrüche sind eine Art Alarm", sagte Seth Berkley, Geschäftsführer der GAVI Alliance. "Sie können Anzeichen für sinkende Routineimpfraten sein. Um Masern auszurotten, muss die Impfrate bei mindestens 90 Prozent liegen, damit ausreichende Herdenimmunität hergestellt ist. Ausbrüche zu bekämpfen und eine hohe Impfrate sicherzustellen ist elementar, um Masern und alle anderen durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten zu kontrollieren."

www.gavialliance.org

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