unesco_deSt. Petersburg. - Das Welterbekomitee der UNESCO tagt derzeit in St. Petersburg. Es entscheidet bis zum 6. Juli über die Aufnahme von 33 Kultur- und Naturstätten in die UNESCO-Welterbeliste. Nominiert sind unter anderem die Kulturlandschaft von Bali, die Gebirgslandschaft Westghats in Indien sowie die Geburtskirche Jesu Christi und der Pilgerweg in Bethlehem. Fünf Länder kandidieren erstmals für die Welterbeliste: Katar, die Republik Kongo, Palästina, Palau und Tschad.

Deutschland hat das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth und die Kurfürstliche Sommerresidenz Schwetzingen für die UNESCO-Welterbeliste nominiert. Das Opernhaus in Bayreuth verkörpert den Typus des höfischen Festraumes des 18. Jahrhunderts und gilt als eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der absolutistischen Gesellschaft. Schwetzingen ist das Musterbeispiel einer fürstlichen Sommerresidenz des 18. Jahrhunderts. Deutschland ist bislang mit 36 Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes vertreten.

Das UNESCO-Welterbekomitee überprüft auf seiner 36. Tagung auch, ob Welterbestätten in ihrem Bestand gefährdet sind. Auf der "Liste des gefährdeten Welterbes" stehen derzeit 35 Welterbestätten, unter anderem die Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem, die Tropischen Regenwälder von Sumatra und der Nationalpark Everglades in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dem Welterbekomitee gehören 21 Staaten aus allen Kontinenten an. Deutschland wurde 2011 für vier Jahre in das Gremium gewählt.

Die UNESCO feiert in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Seit 1972 haben es 189 Staaten unterzeichnet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. Auf der Welterbeliste stehen heute 936 Kultur- und Naturstätten in 153 Ländern. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte sowie ein Managementplan, der den Erhalt für zukünftige Generationen sicherstellt.

www.unesco.de

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