MDGNew York (epo). - Die Vereinten Nationen bleiben bei ihrem Vorhaben, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) in die Agenda des UN-Gipfels Mitte September in New York aufzunehmen. Eine UN-Sprecherin erklärte, jeder Versuch, die acht Ziele aus der Abschluss-Erklärung des Gipfels herauszunehmen, werde Milliarden Menschen schaden. Die UNO reagierte damit auf Änderungsvorschläge des umstrittenen US-Botschafters John Bolton, der in einem der Generalversammlung unterbreiteten Dokument jegliche Referenz auf die Millenniumsziele vermieden hatte. Zu den Millenniumszielen gehört die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015.

"Der Generalsekretär und die Vereinten Nationen stehen voll hinter den Millenniums-Entwicklungszielen, die international akzeptiert sind und die breite Unterstützung unter den Mitgliedsstaaten und der Zivilgesellschaft geniessen", sagte UN-Sprecherin Marie Okabe. "Jeder Versuch, die MDG aus dem Gipfelergebnis zu eliminieren, würde einen Rückschritt im weltweiten Kampf gegen Armut und für die Milliaren in Armut lebenden Menschen bedeuten."

Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hatte der US-Administration vorgeworfen, mit ihren Änderungswünschen wolle sie "den international vereinbarten Konsens in der Entwicklungspolitik verlassen".

? Das Originaldokument der US-Regierung mit allen Änderungsvorschlägen (3,8 MB)
? Vereinte Nationen
? Millenniums-Entwicklungsziele


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