weltwasserjahr2013 100Friedrichsdorf. - In vielen Gegenden der Welt haben Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ihre Zahl schätzen die Vereinten Nationen auf fast 800 Millionen. Das internationale Kinderhilfswerk World Vision setzt im Kampf gegen die Wasserknappheit auf intelligente und preiswerte Lösungen, die zudem auch genau auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung angepasst sind.

"Wir haben im Südsudan und in Kenia Tausende Geräte verteilt, die sich 'Life Straws' nennen und die selbst Wasser aus Pfützen oder morastigen Flüssen oder Seen trinkbar machen", erklärte Anna Fenten, Referentin für Humanitäre Hilfe von World Vision. In diesen entfernten, ländlichen Gebieten habe die Bevölkerung keinen Anschluss an das Versorgungsnetz. Häufig lebten dort auch Nomaden oder Flüchtlinge, die auch kein Wasser aus Brunnen beziehen könnten. Anna Fenten: "Ganze Haushalte können so mit den Life Straws versorgt werden. Kostengünstig, einfach zu handhaben  und ohne komplizierte Wartung."

Diese Filter für den Haushalt brauchen World Vision zufolge weder Motor noch Batterien, da sie sich die Erdanziehung zu Nutze machen und das Wasser aus einem Behälter an der Wand durch einen Schlauch in den Feinstfilter läuft. Anna Fenten: "Dreckwasser oben rein, sauberes Trinkwasser unten raus – dazu braucht man keine technische Kenntnisse oder Reparaturen."

Die Filter reinigen mehr als eintausend Liter Wasser, bis sie ausgetauscht werden müssen. Die Nutzer können sie einfach transportieren, was gerade für Flüchtlinge ein großer Vorteil ist. Die Filter reinigen das Wasser von Parasiten, Viren und Bakterien - das kommt einer effektiven Gesundheitsvorsorge zu Gute. Denn es sterben über eine Million Kinder weltweit jedes Jahr an den Folgen von Durchfallerkrankungen, die durch verdrecktes Wasser verursacht wurden. "Mit den "Life Straws" können wir das Überleben von Familien sichern und zugleich Spendengelder effektiv einsetzen. Denn ein Haushaltsfilter kostet nur etwa 20 Euro", so Fenten.

Statt lange auf staatliche Infrastrukturmaßnahmen wie das Verlegen von Wasserrohren vor Ort zu warten, helfen solche technischen Lösungen den Menschen schon jetzt, ihr Überleben zu sichern. "Aber natürlich wird weiterhin unverzichtbar sein, lokale Wasserprojekte in Afrika zu initiieren und zu fördern, Etwa den Bau von Brunnen, oder die Reinigung von großen Mengen Wasser zur Versorgung von Dörfern und Städten", erklärte Anna Fenten.

http://www.worldvision.de


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