Fairer BlumenhandelBonn (epo). - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), das Flower Label Program (FLP) und die Fachzeitschrift der deutschen Floristen, "florist", haben die Aktion "Roses for Peace" ins Leben gerufen. Rund 9.500 Blumenfachgeschäfte haben über die Vertriebswege der Zeitschrift attraktive Poster, Informationsmaterialien und Präsentationsvorschläge erhalten, um zum Weltfriedenstag am 21. September für zertifizierte Rosen aus Ecuador zu werben. "Gerade diese Rosen eignen sich besonders gut als Friedenssymbol, denn sie stehen für faire Produktionsbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Handel und den Produzenten im Entwicklungsland Ecuador," erklärte DED-Geschäftsführer Jürgen Wilhelm.

Die ecuadorianische Rose, aufgrund ihrer Qualität, Vielfalt und Größe eine der bekanntesten der Welt, ist nach Angaben des DED einer der wichtigsten Devisenbringer des Landes. Doch ihre Produktion sei oft mit hohen Umweltbelastungen und sozialen Folgen verbunden. Giftige Pestizide würden eingesetzt, Arbeitsrechts- und Arbeitsschutzbestimmungen nicht eingehalten.

Der DED und das FLP unterstützen gemeinsam eine Initiative ecuadorianischer Blumenproduzenten zur Produktion und Vermarktung zertifizierter Blumen in Europa. Das Siegel, mittlerweile an mehr als vierzig der etwa 350 ecuadorianischen Blumenfarmen mit insgesamt etwa 8.000 Arbeiterinnen und Arbeitern vergeben, garantiert, dass die Produktion internationalen ökologischen und sozialen Standards genügt. Der Einsatz hochgiftiger Pestizide ist verboten, ebenso wie Kinder- und Zwangsarbeit. Arbeitnehmerrechte wie Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheits- und Mutterschutz sowie feste Arbeitsverträge sind gewährleistet. Die Verbraucher in Deutschland können durch ihre Kaufentscheidung für Rosen mit dem Siegel also zu einer Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Situation der Blumenarbeiterinnen beitragen.

DED und FLP möchten den deutschen Markt über die Methoden der traditionellen Blumenindustrie informieren und gleichzeitig zertifizierte Blumen gezielt vermarkten, wie mit der Aktion "Roses for Peace". Nur wenn die Verbraucher und Verbraucherinnen zertifizierte Blumen nachfragten, könne sich das FLP  langfristig durchsetzen. Die Chancen dafür stehen nacvh Einschätzung des DED gut. Adressen von Floristen, die vom FLP zertifizierte Blumen führen, können unter www.fairflowers.de abgerufen werden.

Parallel zu den Aktivitäten in Deutschland sensibilisiert eine Kampagne in Ecuador Öffentlichkeit, Blumenbetriebe und Beschäftigte in der Blumenindustrie für das Thema. Das FLP, eine 1998 von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Blumenhandel gegründete Initiative, vergibt ein Siegel an Blumenbetriebe, die internationale Standards einhalten.

DED


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