Wirtschaft

germanwatch 150Berlin. - Die bis 2028 gültige Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP), die nach jetzigem Stand am 19. und 20. Oktober von den zuständigen Ministerinnen und Ministern verabschiedet werden soll, steht im Widerspruch zu den neuen EU-Klimazielen. Das zeigt eine im Auftrag der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch erstellte Studie des Öko-Instituts (Freiburg). Demnach würden auch künftig jährlich 35 Milliarden Euro an Direktzahlungen fließen, ohne dass klimaschädliche Emissionen verringert würden.

erlassjahr 100Berlin. - Umfassende Schuldenerlasse für Entwicklungs- und Schwellenländer, die von der Corona-bedingten Rezession besonders stark betroffen sind, fordern das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, Brot für die Welt, MISEREOR und Oxfam Deutschland. Anlass ist die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank (WB) vom 12. bis 18. Oktober. Die Bundesregierung sollte sich zudem dafür einsetzen, das bestehende Schuldenmoratorium nicht nur zu verlängern, sondern in wesentlichen Punkten auszuweiten.

fairtrade 100Köln. - Zum internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober hat TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland) an das Finanzministerium appelliert, die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abzuschaffen. Bislang macht der Handel mit fairem Kaffee in Deutschland nur rund fünf Prozent des gesamten Kaffeehandels aus. Die Abschaffung der Steuer könnte den nachhaltigen Konsum in Deutschland fördern, argumentiert TransFair.

forum fairer handel 200Berlin. - Zum Abschluss der Fairen Woche am 25. September haben die Veranstalter ein positives Fazit gezogen. Für den gleichen Tag haben zahlreiche Organisationen zum globalen Klimastreik aufgerufen. Kein Zufall, denn schließlich jährt sich die Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG), an diesem Tag zum fünften Mal. Sowohl Klimaschutz als auch der Faire Handel spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der SDG.

fairtrade towns 150Köln. - Weimar in Thüringen wird 700. Fairtrade-Town in Deutschland. Damit erreicht die Kampagne einen neuen Meilenstein. Seit mehr als zehn Jahren können sich Städte und Kommunen in Deutschland im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne für einen gerechteren Welthandel einsetzen. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, globale Verantwortung auf lokale Strukturen herunterzubrechen. Weimar erhält als 11. Stadt in Thüringen den Titel Fairtrade-Town.

forum fairer handel 200Berlin. - Unter dem Motto "Fair statt mehr" findet vom 11. bis 25. September die Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels, statt. Organisiert wird die bundesweite Veranstaltung vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair (Fairtrade Deutschland). Der Corona-Pandemie zum Trotz zelebriert die Faire Woche 2020 das fünfzigjährige Bestehen der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland und rückt die ursprüngliche Vision des Fairen Handels mit neuer Dringlichkeit in den Fokus: allen Menschen unabhängig ihrer Herkunft ein gutes Leben zu ermöglichen.

oxfamBerlin. - Aktionär*innen von Großunternehmen profitieren von der Corona-Pandemie. Das zeigt der aktuelle Bericht "Power, Profits and the Pandemic" der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Beispiel ausgewählter Unternehmen. So schütten die profitabelsten Konzerne in Europa, der USA und anderen Teilen der Welt trotz der Krise und staatlicher Unterstützung weiterhin Geld an Aktionär*innen aus, statt in menschenwürdige Arbeitsplätze und den klimakompatiblen Umbau ihrer Geschäftstätigkeit zu investieren.

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