Humanitäre Hilfe

Berlin. - Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe haben eindringlich davor gewarnt, das Völkerrecht und die Menschenrechte unter dem Vorwand der Corona-Krise zu beschränken. "Flüchtlinge sowie Binnenvertriebene dürfen während der Pandemie nicht vergessen werden. Ihre Rechte müssen gewahrt werden", forderten die beiden Hilfswerke zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni.

careBonn. - Am Dienstag (2. Juni) findet eine virtuelle Geberkonferenz für den Jemen statt. Zu diesem Anlass hat die internationale Hilfsorganisation CARE die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, ein klares Signal dafür zu setzen, dass die internationale Gemeinschaft die notleidenden Menschen im Jemen nicht alleine lässt. Dafür müssten die Hilfsleistungen mindestens in gleicher Höhe beibehalten werden. Angesichts der aktuellen Covid-19-Pandemie sollten zudem zusätzliche Gelder für den Kampf gegen den Virus bereitgestellt werden.

diakonieBerlin. - Gemeinsam mit Spanien richtet die Europäische Union am Dienstag eine Online-Geberkonferenz für venezolanische Flüchtlinge aus. An der Konferenz nehmen neben UN-Organisationen rund 40 Staaten teil. Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, mahnte rasches, entschiedenes und großzügiges Handeln der internationalen Gemeinschaft an, da die Notsituation der Venezolaner im Inland und in den Nachbarländern, wo sie Zuflucht gesucht haben, sich während der Corona-Pandemie täglich verschärfe.

worldvisionFriedrichsdorf. - Starke Regenfälle in Ostafrika haben Häuser und Felder von zehntausenden Menschen zerstört. Die Überschwemmungen treffen die Bevölkerung umso stärker, da sie neben den Folgen von Covid-19 auch noch mit einer zweiten Welle von Heuschreckenschwärmen zu kämpfen hat. Allein in Kenia mussten mehr als 150.000 Menschen ihre Dörfer nach sintflutartigen Regenfällen verlassen, berichtete das Hilfswerk World Vision.

diakonieBerlin. - Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Hilfe in den vergangenen Wochen weltweit an die Pandemie angepasst und neue Corona-Hilfsprojekte gestartet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt nach eigenen Angaben aktuell Menschen in 33 Ländern im Rahmen der Corona-Hilfe. Besonders in Ländern, die bereits mit anderen Krisen wie bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen zu kämpfen haben, drohe die Lage kritischer zu werden, warnte die Diakonie Katastrophenhilfe am Donnerstag in Berlin.

malteser internationalKöln. - In den vergangenen Tagen haben Starkregenfälle dazu geführt, dass im Westen und Süden Ugandas vier Flüsse und der Viktoriasee über die Ufer getreten sind. Zehntausende Menschen verloren durch die Überflutungen ihr Zuhause. Schulen, Brücken und Krankenhäuser wurden zerstört. Malteser International hat ein Nothilfe-Team in den Distrikt Kasese entsandt.

caritasFreiburg. - Für deutlich stärker regionalisierte und lokal angepasste Wege im Kampf gegen das Corona-Virus hat sich Caritas international ausgesprochen. Acht Wochen nach Ausrufung der Corona-Pandemie und der Einführung entsprechender Mobilitäts-Beschränkungen bedrohe der Hunger das Leben verarmter und marginalisierter Menschen in immer mehr Ländern weltweit mittlerweile stärker als das Corona-Virus, stellte das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes fest.

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