Klimaschutz

mccBerlin. - Rund 1,4 Milliarden Menschen leben derzeit in Indien, davon 270 Millionen unterhalb der Armutsgrenze – überwiegend in ländlichen, landwirtschaftlich geprägten Gegenden. Wenn der globale Klimawandel nicht durch ambitionierte Politik begrenzt wird, könnte er vor allem den Wohlstand von armen, im Agrarsektor beschäftigten Indern schmälern und sie gegen Ende dieses Jahrhunderts ein Drittel ihres Konsums kosten. Das ist das Ergebnis einer aufwendigen statistischen Analyse unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

germanwatch 150Madrid. - Zum ersten Mal in der 14-jährigen Geschichte des Klima-Risiko-Index gehört Deutschland zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten weltweit. Wie der am Mittwoch beim Klimagipfel vorgestellte Index der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zeigt, forderten die Hitzewellen im Jahr 2018 mehr als 1.200 Todesopfer und verursachten in Kombination mit der Rekorddürre Schäden in Höhe von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1,2 Mrd. Euro) in Kaufkraftparitäten. Die Gesamtschäden durch Wetterextreme in Deutschland beliefen sich auf rund 4,5 Mrd. Euro.

erlassjahr 100Düsseldorf. - Anlässlich des 25. UN-Klimagipfels in Madrid haben mehr als 150 Organisationen die Schaffung eines wirksamen Finanzierungsmechanismus zum Umgang mit den durch den Klimawandel verursachten Schäden und Verlusten in armen Ländern gefordert. Dazu gehöre auch das Aussetzen des Schuldendiensts und die Reduzierung der Verschuldung auf ein tragfähiges Maß, berichtete das Entschuldungsbündnis erlassjahr.de.

oxfamBerlin. - Klimabedingte Katastrophen waren in den vergangenen zehn Jahren die Hauptursache für Binnenflüchtlinge und zwangen jährlich mehr als 20 Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen – das ist eine Person alle zwei Sekunden. Das zeigt der neue Bericht "Forced From Home" der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam, der zum Start der UN-Weltklimakonferenz in Madrid am Montag erschienen ist. Oxfam fordert raschere und weitreichendere Emissionssenkungen der Industrieländer sowie die Einrichtung einer Finanzierungsmöglichkeit, die arme Länder bei der Bewältigung von unvermeidlichen Verlusten, Schäden und Zerstörungen durch die Klimakrise unterstützt.

germanwatch 150Madrid. - Der am Montag unter chilenischer Präsidentschaft beginnende UN-Klimagipfel in Madrid ist der letzte vor dem "Klimajahr" 2020, in dem alle Staaten ihre Klimaziele für das Pariser Abkommen erhöhen sollen. Aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch kommt es nun darauf an, dass die Europäische Union den klaren Willen signalisiert, gemeinsam mit Partnern für ambitionierteren Klimaschutz voranzugehen.

worldvisionFriedrichsdorf. - Im Vorfeld der Klimakonferenz COP25 in Madrid (2. bis 13. Dezember) hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision darauf aufmerksam gemacht, dass der Klimawandel nicht nur ein ökologisches Problem ist, sondern bei manchen Auseinandersetzungen als ein starker Treiber für Krisen und Konflikte angesehen werden muss. In der Folge könne dies zu großen Fluchtbewegungen führen, warnt die Hilfsorganisation.

mccBerlin. - Das im Weltklimaabkommen von Paris 2015 verabredete Ziel, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, stellt viele ärmere Länder vor ein Dilemma: Treibhausgas-Emissionen begrenzen oder Armut verringern? Denn bisher lieferte in der Regel der Ausbau der Kohlewirtschaft einen entscheidenden Impuls für Industrialisierung und Wohlstand. Die Vorstellung, man müsse im Süden der Erdhalbkugel jetzt einfach nur überall Windräder und Solarzellen aufstellen, "ignoriert die historische Bedeutung und die einzigartigen Spillover-Efekte von kohlebasierten Technologien". Zu diesem Schluss kommt ein Team von Wissenschaftlern, überwiegend vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Institute on Global Commons and Climate Change).

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