Menschenrechte

rsfBerlin. - Angesichts der Proteste in Kasachstan hat Reporter ohne Grenzen (RSF) den kasachischen Präsidenten Tokajew aufgefordert, den Zugang zu Informationen und die freie Berichterstattung der Medienschaffenden vor Ort zu ermöglichen. Mehrfach war das Internet nahezu vollständig blockiert worden, auch Telefongespräche waren nicht möglich. Das mache es schwierig, unabhängig über die Vorgänge zu informieren. Zudem gebe es Berichte über Polizeigewalt, willkürliche Festnahmen und Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten.

fianlogo klKöln. - Anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember hat die Menschenrechtsorganisation FIAN auf die besorgniserregende Situation bäuerlicher und indigener Gemeinschaften in Paraguay aufmerksam gemacht. Zwangsräumungen und Kriminalisierung gefährden die Wahrnehmung elementarer Menschenrechte. FIAN startete eine Eilaktion an den Präsidenten von Paraguay.

oxfamBerlin. - Im Schatten der COVID-19-Krise eskaliert eine Pandemie, die es schon sehr viel länger gibt: geschlechtsspezifische Gewalt. Anrufe bei Hotlines in zehn untersuchten Ländern haben zwischen 25 und 111 Prozent zugenommen, wie ein neuer Oxfam-Bericht zeigt. Zugleich versäumen es Regierungen, dagegen aktiv zu werden oder kürzen gar Finanzmittel für Frauenrechtsorganisationen.

euBerlin. - Die Europäische Kommission hat ihr Vorhaben, Unternehmen zu mehr Schutz von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Lieferketten zu verpflichten, ohne Angabe von Gründen vertagt. Der ursprünglich für Juni 2021 geplante Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz verschiebt sich damit bereits zum dritten Mal. In einem offenen Brief rufen die Initiative Lieferkettengesetz und zahlreiche weitere zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Europa Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu auf, sich hinter das EU-Lieferkettengesetz zu stellen und den Prozess transparenter zu gestalten.

brot fdwBerlin. - Weltweit wird am 25. November der Internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen begangen. Brot für die Welt ruft aus diesem Anlass zur Teilnahme an der Kampagne "Thursdays in Black" des Weltkirchenrates auf. Immer donnerstags tragen Menschen schwarze Kleidung und einen Anstecker mit dem Logo der Bewegung, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

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