Menschenrechte

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Freilassung hunderter Demonstranten im Sudan gefordert, die seit Beginn der Protestwelle im Dezember 2018 willkürlich verhaftet wurden. "Das einzige Vergehen dieser Menschen ist, öffentlich Meinungsfreiheit einzufordern. Viele der Inhaftierten sind seit Monaten im Gewahrsam des Geheimdienstes. Wir fürchten um ihr Leben", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius.

aiBerlin. - Die russische Besetzung der Krim jährt sich am Montag zum fünften Mal. Die Annexion habe zu schwerwiegenden Verletzungen der Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit geführt, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Wer die Annexion kritisiert, riskiere jahrzehntelange Lagerhaft am Polarkreis.

fianlogo Köln. - Frauen in ländlichen Regionen gehören zu den Bevölkerungsgruppen, deren Menschenrechte durch den Klimawandel besonders stark bedroht sind, denn er verstärkt ungleiche Machtverhältnisse zu ihren Lasten. Gleichzeitig machen Agrarkonzerne durch kommerzielle Strategien zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel Frauen in ländlichen Regionen den Zugang zu den Grundlagen ihrer Ernährung streitig. Darauf hat die Menschenrechtsorganisation FIAN aus Anlass des Weltfrauentages (8. März) aufmerksam gemacht.

rog logo neuBerlin. - Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag soll die Morde an Journalistinnen und Journalisten in Mexiko ahnden. Das hat Reporter ohne Grenzen (ROG) gefordert und einen entsprechenden Antrag eingereicht. Zwischen 2006 und 2018 wurden in Mexiko 116 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit ermordet oder mit Gewalt verschleppt. Einige sind bis heute verschollen.

Berlin. - Die Bundesregierung zeigt offenbar kein Interesse an einem verbindlichen UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten, das weltweit Standards für Unternehmen setzen soll, die Menschenrechte zu wahren und die Umwelt zu schützen. Die Regierungskoalition habe die Frist zur schriftlichen Kommentierung des ersten Entwurfs für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten am 28. Februar dieses Jahres verstreichen lassen, ohne sich zu dem Abkommen zu positionieren, berichteten mehrere Hilfsorganisationen am Freitag in Berlin.

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