Lateinamerika

caritasFreiburg. - In Kolumbien beteiligen sich erstmals ehemalige Kämpfer der Farc-Guerilla aktiv an der Beseitigung der von ihnen während des Bürgerkrieges landesweit gelegten Landminen. Das von Caritas Kolumbien initiierte Hilfsprojekt soll die Zivilbevölkerung besser vor den Gefahren der ungezählten, im Land vergrabenen Landminen schützen. Zugleich soll den Ex-Kombattanten die Gelegenheit gegeben werden, in der Vergangenheit begangenes Leid im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv wiedergutzumachen.

amerika 21Minas Gerais. - Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais hat die parlamentarische Untersuchungskommission ihre Anhörungen und Untersuchungen zum Dammbruch von Brumadinho vom 25. Januar dieses Jahres fortgesetzt. Dabei kamen neuesten Erkenntnissen zufolge mindestens 246 Menschen ums Leben, weitere 24 werden immer noch vermisst. Laut einer Zeugenaussage deuteten Überwachungsdaten schon elf Tage vor dem Dammbruch auf Schäden hin, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag.

rog Berlin. – Reporter ohne Grenzen (ROG) hat das aktuell wieder verschärfte Klima der Gewalt und Einschüchterung gegen Journalistinnen und Journalisten in Kolumbien kritisiert. Der konservative Präsident Iván Duque hat seit seinem Amtsantritt im August 2018 das Friedensabkommen mit der linken FARC-Guerilla in Frage gestellt, was den internen Konflikt im Land wieder zugespitzt hat. Zwei Journalisten wurden dieses Jahr bereits ermordet, zwei kritisch Berichterstattende sahen sich gezwungen, das Land zu verlassen.

amerika 21Bogotá. - Die Kommission für das Leben, die Versöhnung und den Frieden in Kolumbien (Comisión por la Vida, la Reconciliación y la Paz) hat dem Militär schwere Misshandlungen an der Bevölkerung der Region Catatumbo an der Grenze zu Venezuela vorgeworfen. Praktiken wie das Schießen auf Einwohner, Drohungen und Drangsalierungen von Kleinbauern durch Soldaten seien Alltag in der Region geworden. Dies dokumentiere der jüngste Report der Menschenrechtskommission, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

amerika 21Santiago de Chile. - Die neoliberale Regierung von Präsident Sebastián Piñera in Chile versucht derzeit, die Gesetzgebung der indigenen Völker Chiles (ley indígena) zu ändern. Die geplante Reform beinhaltet vor allem die Flexibilisierung der Landrechte. Experten warnen vor den Auswirkungen und befürchten eine Begünstigung von Agrarunternehmen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Freitag berichtet.

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