Weltwirtschaft

oxfamBerlin. - Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hat in einer neuen Studie die Geschäftspolitik von Supermärkten in ihren Lieferketten analysiert. Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Ketten dabei mit am schlechtesten ab, so Oxfam. Anhand von zwölf Produkten zeigt die Studie außerdem, dass die Durchschnittseinkommen von Kleinbäuerinnen und -bauern sowie ArbeiterInnen unter dem Existenzminimum liegen, während Supermarktketten immer mehr vom Verkaufserlös behalten. Oxfam fordert von den Supermärkten, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass bei der Produktion ihrer Lebensmittel Menschenrechte eingehalten werden.

forum fairer handel 200Berlin. - Am 24. April jährt sich die Katastrophe von "Rana Plaza" zum fünften Mal. Beim Zusammenbruch des maroden Gebäudekomplexes in Bangladesch, in dem Textilfabriken untergebracht waren, starben am 24. April 2013 mehr als 1.100 Menschen. Aus diesem Anlass hat das Forum Fairer Handel die Bundesregierung aufgefordert, verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für deutsche Textilunternehmen entlang ihrer gesamten Lieferkette per Gesetz festzuschreiben.

oikocredit 150Frankfurt am Main. - Die Genossenschaft Oikocredit, die weltweit als Sozialinvestor tätig ist, hat am Mittwoch ihr Jahresergebnis für 2017 veröffentlicht. In einem herausfordernden Marktumfeld konnte sie ein positives Gesamtergebnis erzielen. Oikocredit bleibt ihrem Anspruch treu, Menschen mit geringem Einkommen zu stärken. Dazu setzt die Genossenschaft neben Finanzdienstleistungen vermehrt auch Beratungen und Schulungen für ihre 747 Partnerorganisationen ein, die sich in den Bereichen inklusives Finanzwesen, Landwirtschaft und erneuerbare Energien engagieren. Um auch in Zukunft nachhaltig soziale Wirksamkeit zu erreichen, kündigte die Genossenschaft eine strategische Neuausrichtung an.

oxfamBerlin. - Die EU-Kommission hat am Donnerstag den Entwurf für eine Richtlinie zu unfairen Handelspraktiken in Lieferbeziehungen im Lebensmittelhandel vorgestellt. Oxfam begrüßte diesen "richtungsweisenden Schritt" und erwartet, dass das europäische Parlament und der Ministerrat dem Richtlinienvorschlag zustimmen. 

greenpeace Hamburg. - In einem neuen Einkaufsratgeber empfiehlt Greenpeace schadstofffrei und sozial gerecht hergestellte Kleidung. Die Umweltschutzorganisation bewertet die acht wichtigsten Öko-Textillabel mit bis zu drei Sternen und bietet so eine einfache Einkaufshilfe. Die höchsten Anforderungen für Chemikalienmanagement, Recycling und Arbeitnehmerrechte erfüllen laut Greenpeace der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN Best), der Global Organic Textile Standard (GOTS) und "Made in Green" von Oeko-Tex.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.