Abraham Ortelius, Public domain, via Wikimedia Commons
«Gut formuliert, differenziert in der Analyse und Politikempfehlung» – auf diesen Nenner bringt Roger Peltzer die neuen afrikapolitischen Leitlinien des Auswärtigen Amtes (AA). Sie seien ein «durchweg überzeugendes Strategiepapier für den Umgang mit unserem Nachbarkontinent» und setzten «Maßstäbe auch für die kommende Regierung». Roger Peltzer ist Volkswirt und ehemaliger Abteilungsleiter der Deutschen Entwicklungsgesellschaft DEG. (Sein Kommentar gibt nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wider.)
Berlin (epo.de). — »The same procedure as every year, James!« Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat den Emissions GAP Report 2024 »No more hot air … please!« veröffentlicht. Wir von Entwicklungspolitik Online beschränken uns darauf, auf unseren Kommentar vom letzten Jahr zu verweisen. Denn die Politik denkt in ihrer Mehrheit nur an Machterhalt und bis zur nächsten Wahl, und die deutsche Bevölkerung besteht zu weiten Teilen aus Ignoranten oder aus Hedonisten, die weiter in Saus und Braus leben wollen. Zum neuen Bericht nur so viel: Strengen sich die Länder dieser Erde bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht mehr an, ist eine «Erwärmung von bis zu 3,1 Grad Celsius (im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter) noch in diesem Jahrhundert zu erwarten. Ein Kommentar von epo-Herausgeber Klaus Boldt.
Die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist in der Kritik. Viele Leute fragen sich, warum Deutschland Geld für den Bau von Fahrradwegen in Peru ausgeben soll, wenn bei uns die Brücken zusammenbrechen, Kindergärten wegen Personalmangel schließen und das deutsche Mobilfunknetz weniger leistungsfähig ist als in vielen unserer Partnerländer im Globalen Süden. Es wird auch wieder verstärkt infrage gestellt, ob Entwicklungspolitik überhaupt hilft. China und viele asiatischen Tigerstaaten haben sich entwickelt und Armut weitgehend abgeschafft, ohne dass die Entwicklungszusammenarbeit dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet hätte. Auf der anderen Seite verharren stark geförderte afrikanische Staaten auf einem niedrigen Entwicklungsstand.
Aus Sicht der VerbraucherInnen von Textilien gibt es 4 nachhaltige Baumwollstandards, die in der Baumwollproduktion ein Mindestmaß an Einhaltung von ökologischen und sozialen Kriterien garantieren. Diese Standards sind die Better Cotton Initiative (BCI), Cotton Made in Africa (CmiA), Bio-Baumwolle vorwiegend nach GOTS zertifiziert und Fairtrade-Baumwolle. Zumindest die ersten drei Standards spielen auf dem Weltmarkt für Baumwolltextilien mittlerweile eine bedeutende Rolle. So sind ca. 22 % der weltweiten Baumwollproduktion von 25 Mio Tonnen nach BCI zertifiziert und immerhin 50 % davon werden als zertifizierte Ware an Unternehmen wie IKEA, H&M usw. weiterverkauft.
Das europäische Lieferkettengesetz ist auf den Weg gebracht und das ist gut so. So berichten schon jetzt viele Partner aus dem globalen Süden, dass sich Unternehmen, die dem deutschen Lieferkettengesetz unterliegen, viel intensiver um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort kümmern. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Bananenarbeiter Costa Rica stellt fest, dass sich jetzt z.B. ein Vertreter von Lidl nach Beschwerden der Gewerkschaft nach Costa Rica begeben hat, um sich dort die Arbeitszeiten und Löhne der Arbeiter anzuschauen und auch Besserungen in Aussicht zu stellen. Und mit der europäischen Gesetzgebung herrscht jetzt auch Wettbewerbsgleichheit für alle größeren Firmen. Deshalb haben sich auch Firmen wie Tchibo, Otto, Rewe, Ikea und andere für dieses Gesetz stark gemacht.
Eritrean Arabic author Fathi Osman believes that Eritrea's struggle for independence resulted in a military dictatorship because the revolution lacked intellectual guidance and advisory contributions to educate the Eritrean people about the hidden agendas of the leadership. This could have helped to enlighten the people, making them aware of the leadership's self-serving interests. Most of us may be aware of the events that took place in Eritrea in the past and the adverse effects they have had on our society and nation. In light of this, I am writing this article to caution the Eritrean youth residing abroad about the misguided notions of their overly ambitious new leaders and their misguided endeavors in the international geopolitical landscape. | Analysis and Opinion Article by Dr, Tadios Tesfu, Frankfurt/Germany.
"More than 60 migrants feared dead at sea off Cape Verde coast", meldet die BBC am frühen Donnerstagmorgen. Der Weg zur Festung Europa wird immer mehr zu einer tödlichen Falle für Migranten. Die Regeln der "regelbasierten Ordnung" nützen wohl nur denen, die die Regeln machen