Wirtschaft

inkota 200Berlin. - Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen ErzeugerInnen sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht die Existenz (klein-)bäuerlicher ErzeugerInnen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem am Freitag veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen.

Berlin. - Unter dem Motto "Wir haben es satt – Essen ist politisch!" ruft ein breites Bündnis von mehr als 50 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft für den 19. Januar zum Protest auf. Zehntausende Menschen – Bauern, Imker, Bäcker und viele engagierte Bürger aus Stadt und Land – wollen sich zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche im Berliner Regierungsviertel für eine zukunftsfähige Agrarpolitik einsetzen. Im Fokus der Demonstration steht die EU-Agrarreform.

inkota 200Berlin. - Das Textilbündnis, eine Vorzeigeinitiative der Bundesregierung für die UN-Leitprinzipien, hat die großen Ziele 2018 aus der Sicht von INKOTA nicht erreicht. Dennoch seien wichtige Fakten geschaffen worden: Zum ersten Mal mussten alle Mitglieder des Bündnisses – darunter 81 Unternehmen aus der Textil- und Modebranche – in individuellen Maßnahmenplänen ihre konkreten Ziele für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten offenlegen. INKOTA fordert ergänzende gesetzliche Regelungen für das Textilbündnis.

bundBerlin. - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat gefordert, Soja-Importe in die Europäische Union zu reduzieren. Hintergrund sind die Pläne des neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, den agrarindustriellen Anbau von Soja und weitere landwirtschaftliche Großprojekte im Amazonas-Regenwald voranzutreiben.

Berlin. - Das Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag die Klage von Betroffenen eines Fabrikbrandes in Pakistan gegen das Textilunternehmen KiK abgewiesen. Es war die erste Klage dieser Art in Deutschland. Ob die Kläger in Berufung gehen, steht noch nicht fest. Für die Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR sowie das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung zeigt diese Entscheidung gravierende Lücken im deutschen Rechtssystem und ist ein klarer Handlungsauftrag an die Politik.

planHamburg. - Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen in Deutschland kooperiert beim gesellschaftlichen Engagement mit international agierenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Das zeigt eine neue Studie von Stifterverband und der Kinderhilfsorganisation Plan International. Die beiden Organisationen warnen: Die noch geringe Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und internationaler Zivilgesellschaft könnte den Erfolg der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gefährden, die vor zwei Jahren verabschiedet wurde. Mit dieser Leitlinie will Deutschland die von der Weltgemeinschaft definierten globalen Entwicklungsziele bis 2030 erreichen.

fairtrade Köln. - Beim Schutz der Menschenrechte rücken vor allem Unternehmen immer stärker in den Fokus der Verantwortung. Darauf hat die Siegelinitiative TransFair in Köln hingewiesen. "Der Schutz der Menschenrechte hängt mittlerweile wesentlich vom Handeln multinationaler Unternehmen ab. Aber es fehlen rechtliche Sanktionen für Firmen, die Menschenrechtsverletzungen entlang ihrer Lieferkette zulassen. Deutschland ist Schlusslicht im internationalen Vergleich", sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Dieter Overath.

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