Internationales

bmz 100Berlin. - Die Bundesregierung will auch in diesem Jahr einen substanziellen Beitrag leisten, um die aus der Herrschaft der Terrororganisation IS befreiten Gebiete im Irak und in Syrien zu stabilisieren. Bei dem Treffen der Arbeitsgruppe Stabilisierung der Anti-IS-Koalition am Mittwoch in Washington hat Deutschland deshalb über die Vereinten Nationen Fördermittel in Höhe von 90 Millionen Euro für den Irak zur Verfügung gestellt. Für die syrischen Provinzen Rakka und Deir ez Zor hat die Bundesregierung weitere zehn Millionen Euro zugesagt.

gfbvGöttingen. - Als "beispielhaft" und "wegweisend" hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die neue Regierung Äthiopiens bezeichnet. Die Menschenrechtsorganisation lobte am Mittwoch die Verkleinerung des Kabinetts und die Tatsache, dass künftig die Hälfte aller Regierungsämter mit Frauen besetzt sein werden. Auch die Friedenspolitik gegenüber dem früheren Erzfeind Eritrea zeige, dass ein Paradigmenwechsel stattgefunden habe.

amerika 21Brasília. - Mit 46 bzw. 29 Prozent haben sich bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien am Sonntag der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro (PSL) sowie der linksgerichtete Fernando Haddad von der Arbeiterpartei (PT) im ersten Wahlgang durchgesetzt. Dem Ex-Militär Bolsonaro fehlen demnach nur vier Prozent, um bei der Stichwahl zur Präsidentschaft am 28. Oktober als Sieger hervorzugehen. Nach einer Wahlanalyse des Lateinamerika-Portals amerika21 halten es Analysten dennoch für nicht ausgeschlossen, dass Haddad die fehlenden 21 Prozent der Stimmen von den unterlegenden Kandidaten für sich gewinnen wird.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat ein stärkeres Engagement Deutschlands für Frieden in Kamerun gefordert. Der Deutsche Bundestag berät am Donnerstag auf Antrag der FDP und von Bündnis 90/Die Grünen über die Lage in dem westafrikanischen Land. "Wer Flucht und Migration aus Afrika wirksam bekämpfen will, darf nicht tatenlos zusehen, wie der Kamerun im Bürgerkrieg versinkt", sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

misereorAachen. - In Kamerun finden am 7. Oktober Präsidentschaftswahlen statt. Der seit 35 Jahren amtierende Paul Biya kandidiert erneut - mit den besten Aussichten wiedergewählt zu werden. MISEREOR-Partner sprechen sich dafür aus, die Wahl zu verschieben und zunächst den drohenden Bürgerkrieg abzuwenden und im Dialog an einer zivilen Konfliktlösung zu arbeiten.

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