Wald

tropenwald_brasilienSao Paulo (epo.de). - Für die Verarbeitung von Rindfleisch wollen vier brasilianische Unternehmen künftig keine Rinder aus neu gerodeten Tropenwaldgebieten mehr beziehen. Die Konzerne JBS-Friboi, Bertin, Marfrig und Minerva gaben am Montag in Sao Paulo ein Moratorium auf die weitere Umwandlung von Wald in Weideland bekannt. Ein Satelliten-Überwachungssystem solle die Einhaltung durch die Rinderfarmen kontrollieren, erklärte die Umweltorganisation Greenpeace.
Waldbedeckung auf Sumatra 2007. Foto: WWF IndonesiaJakarta/Frankfurt (epo.de). - Die Tiefland-Regenwälder auf den Inseln Borneo und Sumatra werden in elf Jahren zerstört sein, wenn die Entwaldung im bisherigen Tempo voranschreitet. Die größte Bedrohung sei die Umwandlung der Wälder in Plantagen aus Ölpalme und schnell wachsenden Baumarten (Akazie, Eukalyptus) für die Zellstofferzeugung, heißt es in einer aktuellen Bestandsaufnahme der Umweltorganisation WWF, die am Montag veröffentlicht wurde.
eniBerlin (epo.de). - 20 zivilgesellschaftliche Gruppierungen aus aller Welt haben im Vorfeld des G8 Gipfels in L'Aquila den italienischen Erdölkonzern Eni dazu aufgerufen, seine Pläne zur Erschließung von Öl- und Teersanden und zur Produktion von Agrotreibstoffen im afrikanischen Kongobecken zu überdenken. Angesichts der Pläne von Eni stelle sich die Frage, wie ernst es den Regierungen der G8-Länder - und insbesondere der italienischen Regierung als Großaktionär von Eni - damit sei, den Klimawandel zu bekämpfen, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag.
Entwaldung in Amazonien. Foto: NASAPorto Velho/Berlin (epo.de). - In den letzten drei Jahrzehnten ist der Tropenwald im brasilianischen Bundesstaat Rondônia dramatisch geschrumpft. Von den ursprünglich 208.000 Quadratkilometern wurden bis zur letzten umfassenden Erhebung im Jahr 2003 67.764 km² abgeholzt - eine Fläche, fast so groß wie Bayern. Doch seither hat sich der Waldverlust weiter beschleunigt. Satellitenaufnahmen der NASA zeigen jetzt das Ausmaß der Zerstörung vom Juli 2000 bis zum Juli 2008.
Tropenwaldzerstörung im brasilianischen Bundesstaat Para. Foto: epo.de/kbHamburg (epo.de). - Die größten Supermarkt-Ketten Brasiliens haben angekündigt, kein Rindfleisch mehr verkaufen zu wollen, das aus der Zerstörung des Tropenwaldes stammt. Wal-Mart, Carrefour und weitere Handelshäuser sagten Greenpeace zufolge jetzt zu, die Geschäftsbeziehungen zu Farmen und Schlachthäusern beenden, die Rinder auf illegal gerodeten Waldflächen züchten oder Rinder von dort beziehen. Zudem forderten Sie die Einführung eines Herkunfts-Nachweises für Fleisch.
Tropenwald in Brasilien. Foto: epo.de/kbBrasilia/Hamburg (epo.de). - In Brasilien ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 20 Rinderfarmen und 13 Schlachthäuser wegen des Verdachts auf illegale Tropenwaldrodungen für Weideland. Damit habe ihr Report über die zerstörerische Wirkung der brasilianischen Fleisch- und Lederindustrie auf den Urwald jetzt erste Konsequenzen, teilte die Umweltorganisation Greenpeace am Samstag mit.
Foto: Rodungen für Palmölplantagen auf Borneo (c) WWFBerlin (epo.de). - Das indonesische Ministerium für Landwirtschaft hat nach Darstellung von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen den Rodungsstopp von Torfmoorgebieten aufgehoben, um noch mehr Ölpalmplantagen errichten zu können. Offenbar sei der EU-Beschluss zur weiteren Beimischung von Agrosprit in Treibstoffe der Auslöser dafür gewesen, erklärten Rettet den Regenwald e.V. und Watch Indonesia! jetzt in Berlin. Die von Regenwald bedeckten Torfmoore sind einer der wichtigsten Speicher von Kohlendioxid (CO2).
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