Wald

eniBerlin (epo.de). - 20 zivilgesellschaftliche Gruppierungen aus aller Welt haben im Vorfeld des G8 Gipfels in L'Aquila den italienischen Erdölkonzern Eni dazu aufgerufen, seine Pläne zur Erschließung von Öl- und Teersanden und zur Produktion von Agrotreibstoffen im afrikanischen Kongobecken zu überdenken. Angesichts der Pläne von Eni stelle sich die Frage, wie ernst es den Regierungen der G8-Länder - und insbesondere der italienischen Regierung als Großaktionär von Eni - damit sei, den Klimawandel zu bekämpfen, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag.
Entwaldung in Amazonien. Foto: NASAPorto Velho/Berlin (epo.de). - In den letzten drei Jahrzehnten ist der Tropenwald im brasilianischen Bundesstaat Rondônia dramatisch geschrumpft. Von den ursprünglich 208.000 Quadratkilometern wurden bis zur letzten umfassenden Erhebung im Jahr 2003 67.764 km² abgeholzt - eine Fläche, fast so groß wie Bayern. Doch seither hat sich der Waldverlust weiter beschleunigt. Satellitenaufnahmen der NASA zeigen jetzt das Ausmaß der Zerstörung vom Juli 2000 bis zum Juli 2008.
Tropenwaldzerstörung im brasilianischen Bundesstaat Para. Foto: epo.de/kbHamburg (epo.de). - Die größten Supermarkt-Ketten Brasiliens haben angekündigt, kein Rindfleisch mehr verkaufen zu wollen, das aus der Zerstörung des Tropenwaldes stammt. Wal-Mart, Carrefour und weitere Handelshäuser sagten Greenpeace zufolge jetzt zu, die Geschäftsbeziehungen zu Farmen und Schlachthäusern beenden, die Rinder auf illegal gerodeten Waldflächen züchten oder Rinder von dort beziehen. Zudem forderten Sie die Einführung eines Herkunfts-Nachweises für Fleisch.
Tropenwald in Brasilien. Foto: epo.de/kbBrasilia/Hamburg (epo.de). - In Brasilien ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 20 Rinderfarmen und 13 Schlachthäuser wegen des Verdachts auf illegale Tropenwaldrodungen für Weideland. Damit habe ihr Report über die zerstörerische Wirkung der brasilianischen Fleisch- und Lederindustrie auf den Urwald jetzt erste Konsequenzen, teilte die Umweltorganisation Greenpeace am Samstag mit.
Foto: Rodungen für Palmölplantagen auf Borneo (c) WWFBerlin (epo.de). - Das indonesische Ministerium für Landwirtschaft hat nach Darstellung von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen den Rodungsstopp von Torfmoorgebieten aufgehoben, um noch mehr Ölpalmplantagen errichten zu können. Offenbar sei der EU-Beschluss zur weiteren Beimischung von Agrosprit in Treibstoffe der Auslöser dafür gewesen, erklärten Rettet den Regenwald e.V. und Watch Indonesia! jetzt in Berlin. Die von Regenwald bedeckten Torfmoore sind einer der wichtigsten Speicher von Kohlendioxid (CO2).
Palmöl-Plantage auf Borneo. Foto: WWFBerlin (epo.de). - Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch mit Palmöl-Fässern und einer Sirene vor dem Umweltministerium (BMU) in Berlin "Klima-Alarm" geschlagen. Auf den Fässern ist "Klimakiller Palmöl" zu lesen. Wie Greenpeace aus "zuverlässigen Quellen" erfahren habe, plane das BMU Ausnahmeregelungen für die Stromerzeugung aus Pflanzenölen wie Palmöl. "Damit könnte Palm- oder Sojaöl auch ohne den Nachweis seiner nachhaltigen Herstellung z.B. in Heizkraftwerken verbrannt werden und dafür den Nachwachsende-Rohstoffe-Bonus erhalten", kritisiert Greenpeace.
tropenwald Berlin (epo.de). - Vier Ureinwohner haben in Asunción, Paraguays Hauptstadt, dringend um Hilfe für ihre bisher unkontaktierten Verwandten und den Schutz des Waldes gebeten. Durch die Zerstörung des Urwaldes verlören sie ihre Heimat. Der erste Kontakt einer der Bittsteller zur Außenwelt liege erst vier Jahre zurück, berichtete Survival International am Freitag in Berlin.
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