Medien und Entwicklung

rsfBerlin. - Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen weltweit mindestens 488 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, darunter 60 Frauen. 212 der Inhaftierten entfallen allein auf China, Myanmar und Belarus. 65 Journalistinnen und Journalisten gelten derzeit als entführt. Zugleich ist die Zahl der aufgrund ihrer Arbeit getöteten Medienschaffenden mit 46 so niedrig wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (RSF) am Donnerstag veröffentlicht hat.

unesco deParis. - Weltweit gerät die freie Berichterstattung weiter unter Druck. Davor warnt die UNESCO in der Kurzfassung des Weltberichts zur Meinungsfreiheit und Medienentwicklung, der jetzt während der Generalkonferenz der Organisation in Paris vorgestellt wurde. Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden wirtschaftlichen Rezessionen hätten auch Geschäftsmodelle der Medien erfasst, mit gravierenden Folgen für die Freiheit und Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten.

rsfBerlin. - Die Zahl inhaftierter Medienschaffender bleibt weltweit auf sehr hohem Niveau. Zum Jahresende 2020 sitzen weltweit mindestens 387 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Mehr als die Hälfte von ihnen verteilt sich auf nur fünf Länder: China, Saudi-Arabien, Ägypten, Vietnam und Syrien. 54 Journalistinnen und Journalisten gelten derzeit als entführt, vier sind 2020 verschwunden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (RSF) am Montag veröffentlicht hat.

rsfBerlin. - Reporter ohne Grenzen (RSF) hat die Behörden in Belarus aufgerufen, eine freie Berichterstattung über die Präsidentenwahl am Sonntag (9. August) zuzulassen und die zahlreichen Übergriffe der Polizei gegen Journalistinnen und Journalisten in den vergangenen Wochen zu verfolgen. Während des Wahlkampfs seien mehr als 40 Medienschaffende festgenommen worden, die über Demonstrationen und Kundgebungen von Kandidatinnen und Kandidaten der Opposition berichteten. Auch die Arbeit ausländischer Medien werde auf Anweisung von Präsident Alexander Lukaschenko behindert.

rsfBerlin. - Nach mehreren teils massiven Einschüchterungsversuchen gegen Journalistinnen und Journalisten hat Reporter ohne Grenzen (RSF) die nepalesischen Behörden an ihre Pflicht erinnert, die in der Verfassung verankerte Pressefreiheit zu gewährleisten. Seit Ende März wurden in Nepal mindestens zehn Medienschaffende im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung über die Covid-19-Pandemie bedroht, beleidigt, zensiert oder körperlich angegriffen.

rsfBerlin. - Journalistinnen und Journalisten, die über die Ausbreitung des Corona-Virus in Afrika berichten, sind in mehreren Ländern der Region zur Zielscheibe von Zensur, Einschüchterung und körperlicher Gewalt geworden. Reporter ohne Grenzen (RSF) ruft deshalb Afrikas Regierungen auf, im Kampf gegen die Pandemie nicht die darüber Berichtenden ins Visier zu nehmen, sondern vielmehr die Pressefreiheit zu garantieren.

Berlin. - Zum Welttag gegen Internetzensur (12. März) hat Reporter ohne Grenzen (RSF) eine Liste der 20 größten Feinde des Internets veröffentlicht. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren und damit die Informationsfreiheit im Internet gravierend beeinträchtigen.

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